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KSC will an die Spitze

Keine Einwände gegen Favoritenrolle

Mit einer Favoritenrolle in der 3. Liga hätte Trainer Markus Kauczinski beim Karlsruher SC kein Problem.

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dpa

Karlsruhe. «Favorit sind wir sowieso, wenn man allen glaubt. Das hat aber für uns keinerlei Bedeutung. Drei Punkte sind uns wichtig», sagte der 42-Jährige. Denn mithilfe derer könnten die Badener im Spitzenspiel am Samstag (14.00 Uhr/SWR) den Vier-Punkte-Abstand auf den Tabellenführer VfL Osnabrück bereits auf einen Punkt einschmelzen.

«Das ist ein Kracher. Wir freuen uns drauf. Wir müssen zwar gar nichts, aber wir wollen dort gewinnen», sagt Kauczinski, der in Timo Staffeldt, Simon Zoller und Markus Piossek auf gleich drei Spieler seines Fußballteams aus der Vorsaison trifft.

Die Schwachstelle auf der linken Abwehrseite nach dem langfristigen Ausfall von Außenverteidiger Sebastian Schiek (Knieverletzung) sollte nach der Verpflichtung von Aachens Defensiv-Allrounder Kai Schwertfeger und der Rückkehr des US-Amerikaners Parker Walsh behoben sein.

«Damit ist das Kapitel Nachverpflichtungen für uns auch definitiv abgeschlossen», sagt Sportdirektor Oliver Kreuzer am Freitag. Denn mit den wiedergenesenen Gaetan Krebs (Rückenprobleme), Martin Stoll (Mittelfußbruch) und Simon Brandstetter (Folgen einer Viruserkrankung) ist zudem die Anzahl der hochwertigen Optionen auf nahezu allen Positionen in der KSC-Formation weiter gestiegen.

«Wir haben jetzt eine Situation, wo es um die Plätze geht. Wir müssen ganz enge Entscheidungen treffen und immer vier bis fünf Spieler rauslassen. Möglicherweise auch welche, die in der Hinrunde noch öfter gespielt haben», plagen Kauczinski derzeit eher Luxusprobleme.

Da fällt der eigene Achillessehnenriss, den sich der KSC-Coach ausgerechnet bei einem Einwurf in einem Fanspiel im Trainingslager in Belek zuzog, kaum mehr ins Gewicht. «Ich sitze sowieso meistens. Das juckt überhaupt keinen. Entscheidend ist meine Stimme und dass ich die richtigen Entscheidungen treffe», nimmt der gebürtige Gelsenkirchener das Malheur mit dem ihm eigenen Humor.

Doch auch der Rest des Trainingslagers an der türkischen Riviera hatte gelegentlich Züge eines Abenteuerurlaubs. Eine erste Landung in Antalya war wegen schlechter Sichtverhältnisse und Starkregens nicht möglich, das anschließende Durchqueren einer gewaltigen Gewitterfront mit heftigsten Turbulenzen hatte dem ein oder anderen Spieler die Farbe aus dem Gesicht getrieben und sorgte für einen Umweg nach Ankara sowie eine fünfstündige Verspätung.

Der Vorbereitung habe diese «Teambuildingmaßnahme» (Kauczisnki) genauso wenig geschadet, wie das knietiefe Wasser beim Trainingsplatz und das abgesagte Testspiel gegen Erzgebirge Aue. «Das ist im Januar doch normal, dass so etwas passiert und man mal Laufen gehen muss statt zu spielen. Da gehört es dazu, auch mal improvisieren zu können, egal ob hier oder in der Türkei», sah der KSC-Coach auch dies gelassen.

25.01.2013 - 14:16 Uhr | geändert: 25.01.2013 - 15:36 Uhr

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