Neuzugang Vedad Ibisevic soll beim VfB Stuttgart die Trendwende einleiten. Doch ob die morgen (17.30 Uhr) ausgerechnet gegen Mönchengladbach gelingt? Pawel Pogrebnyak wird den VfB wohl verlassen.
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DPA/LSW/GEK
Letzter Auftritt gegen Schalke? VfB-Stürmer Pawel Pogrebnyak (links) hat ein Angebot aus England. Foto: Eibner
Stuttgart Der VfB Stuttgart ist ein Phänomen. Kaum ein anderer Verein in der Fußball-Bundesliga wies in den letzten Jahren solch große Schwankungen auf wie das Team aus Baden-Württembergs Landeshauptstadt. Tolle Vorrunde, miese Rückrunde. Oder umgekehrt. Die Launenhaftigkeit war den Stuttgarter Spielern in den letzten Jahren einfach nicht auszutreiben.
In dieser Saison schien sich der VfB auf mittlerem Niveau stabilisiert zu haben. Das letzte halbe Jahr war weder hü noch hott. Man spielte trotz einiger Ausreißer ordentlich mit, schnupperte zeitweise sogar an jenen Tabellenplätzen, die den Traum von der Qualifikation für die Europa League nährten.
Doch nun zeigt der Trend wieder nach unten. Seit dem mühsamen 2:1 gegen Aufsteiger FC Augsburg vor über zwei Monaten hat der VfB kein Bundesligaspiel mehr gewonnen. Nur noch fünf Punkte trennen den Tabellen-Zehnten vom Relegationsplatz 16. Zudem steckt in den Hinterköpfen der Sportdirektoren Fredi Bobic und Jochen Schneider die Geschichte von Trainer Bruno Labbadia. Der hatte bei seinen vorangegangenen Bundesliga-Stationen Bayer Leverkusen und Hamburger SV jeweils stark angefangen, sich dann aber schnell verbraucht.
Höchste Alarmstufe also beim VfB Stuttgart vor dem Heimspiel am morgigen Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach, dem Überraschungsteam der Saison schlechthin. Der VfB sah sich zum Handeln gezwungen und verpflichtete Angreifer Vedad Ibisevic von 1899 Hoffenheim. "Vedad spielt auf alle Fälle. Er ist voll im Saft", kündigte Labbadia an, den Neuen nach nur wenigen Tagen des gemeinsamen Trainings gleich ins kalte Wasser zu werfen. "Durch Vedad sind wir variabler und können verschiedene Systeme spielen", freut sich Labbadia, warnt aber im gleichen Atemzug: "Wir können uns nicht nur auf Vedad verlassen. Die ganze Mannschaft ist gefordert."
Ibisevic soll also nicht nur das tun, was er bislang in Hoffenheim (49 Treffer in 116 Bundesligaspielen) getan hat: Tore schießen. Er soll seinen Mitspielern auch Räume schaffen. "Vedad ist der Spielertyp, den wir wollten. Er bindet Leute. Durch ihn sind wir variabler und können verschiedene Systeme spielen", sagt Labbadia.
Durch die jüngste Neuverpflichtung ist in die Stürmerhierarchie beim VfB Stuttgart Bewegung gekommen. Der russische Nationalspieler Pawel Pogrebnyak steht hinter Ibisevic, Cacau und Julian Schieber nur noch auf Rang vier - und wird den VfB aller Voraussicht nach bis zum Ende der aktuellen Transferperiode am 31. Januar verlassen. Die englische Zeitung "Daily Mirror" berichtet, dass der Premier-League-Club West Bromwich Albion den 28-Jährigen verpflichten möchte. "Wir haben eine Anfrage aus England vorliegen", bestätigte Schneider. Pogrebnyaks Vertrag in Stuttgart läuft zum Saisonende aus. In 67 Bundesliga-Spielen kam er auf 15 Tore.