06.02.2012 Drucken Empfehlen
[X]
 per eMail empfehlen


   

Hoffenheim

Hopp startet Diskussion um Stanislawski

Scheitert das Projekt von 1899 Hoffenheim mit Holger Stanislawski? Nach dem 2:2 (1:1) gegen Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg saß der Coach in einer Mischung aus Winter- und Schockstarre minutenlang regungslos auf der Bank. Später redete er sich den Frust von der Seele.

Anzeige


DPA/SID
Artikelbild: Hopp startet Diskussion um Stanislawski Zwischen Winter- und Schockstarre: Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski.

Sinsheim Erstmals zeigte Stanislawski Zeichen von Resignation und eröffnete die Diskussion um seine Person quasi selbst - eine Seltenheit im Fußball-Geschäft. "Ich trage die Verantwortung, und wenn ich dazu nicht in der Lage bin, die Spieler so zu aktivieren, dass die Mannschaft funktioniert, dann liegt das am Trainer." Rücktrittsgedanken jedoch wies Stanislawski von sich: "Es wird keiner von mir hören, dass ich sage, ich stelle jetzt mein Amt zur Verfügung. Definitiv nicht, dann wäre ich nicht Holger Stanislawski."

Seele und Leidenschaft sollte der volksnahe Stanislawski dem Club des Milliardärs Dietmar Hopp einhauchen. Aber sein Team präsentiert sich oft derart leblos, dass die Zuschauerzahlen kontinuierlich sinken. "Der Trainer genießt mein Vertrauen", sagt Mäzen Hopp. Gleichzeitig erklärt er aber auch: "Stanislawski ist einer, der die Menschen begeistern kann. Aber es scheint, als ob die Begeisterungsfähigkeit noch nicht ausreichend bei der Mannschaft ankommt."

Der Trainer wiederum schießt sich auf Spieler wie Ryan Babel, Roberto Firmino und Sejad Salihovic ein. "Der eine oder andere ist zu sehr auf sich fixiert. Da fehlt die Bereitschaft, sich dem System unterzuordnen." Das Halbfinale im DFB-Pokal gegen die SpVgg Greuther Fürth (Mittwoch) werden die drei wohl nicht auf dem Platz erleben.

"Wir kommen in kleinen Schritten näher an unsere Konkurrenten", glaubt Augsburgs Trainer Jos Luhukay. Das Remis war aller Ehren wert. Doch richtig weiter hilft es im Abstiegskampf auch nicht.

06.02.2012 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln (hier klicken)

Anzeige

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion