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Nadal adelt den Verlierer

Frauen-Finale um Spitze der Weltrangliste

Rafael Nadal steht wieder im Tennis-Finale von Melbourne. Maria Scharapowa und Victoria Asarenka spielen um die Spitze der Weltrangliste.

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SID
Artikelbild: Frauen-Finale um Spitze der Weltrangliste Große Geste: Rafael Nadal (im grünen Hemd) verabschiedet den unterlegenen Roger Federer mit Applaus. Foto: Actionpress

Melbourne Rafael Nadal ging nach dem Sieg im Gigantenduell in die Knie, Maria Scharapowa machte vor lauter Freude Luftsprünge: Ein ungleiches Duo war am "Australia Day" in Melbourne im Jubel vereint. Während Nadal seinen Dauerrivalen Roger Federer bei den Australian Open in einem hochklassigen Halbfinale mit 6:7 (5:7), 6:2, 7:6 (7:5), 6:4 entzauberte, fehlt Scharapowa nach dem 6:2, 3:6, 6:4 gegen die Tschechin Petra Kvitova nur noch ein Sieg zur Rückkehr auf den Tennis-Throns.

Das Finale am Samstag zwischen der Russin Scharapowa und Wictoria Asarenka (Weißrussland), die die belgische Titelverteidigerin Kim Clijsters 6:4, 1:6, 6:3 ausschaltete, wird zum Direktduell um die Spitze. Scharapowa, die bestverdienende Sportlerin der Welt, stand am australischen Nationalfeiertag allerdings im Schatten von Nadal und Federer.

Nach seinem zweiten Finaleinzug in Melbourne machte Nadal aus dem Verlierer Federer dann doch noch einen Sieger: "Roger ist der größte Spieler der Geschichte. Ich habe immer versucht, ihm nachzueifern, denn er ist perfekt und so viel besser als ich."

Dennoch verlängert sich Federers Durststrecke. Der letzte Major-Sieg des Rekordhalters liegt mittlerweile schon zwei Jahre zurück. "Ich bin enttäuscht. Ich hatte in allen Sätzen meine Chancen, aber habe sie nicht nutzen können." Nadals Kontrahent im Endspiel am Sonntag ist entweder der topgesetzte Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien oder der Brite Andy Murray.

Für Scharapowa könnte sich im Finale am Ort ihres bislang letzten Grand-Slams-Triumphs (2008) ein Kreis schließen. Sollte sie gegen Asarenka ihren vierten Major-Titel holen, würde die 24-Jährige nach 190 Wochen Abstinenz ab Montag wieder an der Spitze der Weltrangliste stehen. "Dieses Finale bedeutet mir so viel, aber der Turniersieg ist mir wichtiger als die Nummer eins."

Zwischen Nadal und Federer entwickelte sich vor 15 000 Zuschauern von Beginn an das erwartet hochklassige Spiel. Nach ausgeglichenem ersten Durchgang verbesserte Nadal seine Aufschlagquote. Zudem profitierte der Linkshänder von einer zehnminütigen Unterbrechung bei eigener 5:2-Führung. Die Pause war notwendig geworden, weil wegen des Nationalfeiertages ein Feuerwerk gezündet wurde. Danach holte sich "Rafa" den zweiten Satz und machte insgesamt elf Punkte in Serie.

Federer steckte auch nach dem Verlust des dritten Satz nicht auf. Die Vorentscheidung fiel, als Nadal 5:4 breakte und sein Kontrahent dann zwei Chancen zum Rebreak vergab. Nach 3:42 Stunden verwandelte Nadal seinen zweiten Matchball. Der 25-Jährige, der sechs von 16 Breakchancen nutzte, hat die letzten fünf Grand-Slam-Duelle gegen Federer gewonnen.

27.01.2012 - 08:30 Uhr

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