01.09.2010 Drucken Empfehlen
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Kapitänsfrage

Endlich: Joachim Löw will auspacken

Löw hat in der Kapitänsfrage entschieden, doch das Ergebnis hält der Bundestrainer für zweitrangig. Priorität hat der EM-Qualifikationsstart.

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Frankfurt Herausforderer Philipp Lahm bleibt in Abwesenheit von Platzhirsch Michael Ballack DFB-Kapitän, Manuel Neuer die Nummer eins im deutschen Tor: Drei Tage vor dem spannenden Auftakt der EM-Qualifikation gegen Belgien in Brüssel am Freitag (20.45 Uhr/ARD live) klärte Bundestrainer Joachim Löw beim Treffen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Frankfurt mit den Spielern alle offenen Fragen. Öffentlich wird der 50-Jährige aber erst heute Stellung nehmen.

Dafür sprang gestern Oliver Bierhoff für Löw in die Bresche. Der Teammanager rief eine neue Zeitrechnung aus. Den Streit um den künftigen DFB-Kapitän hält er für völlig überzogen. "Es sind viele Chefs auf dem Platz gefragt. Man hat ja bei der WM gesehen: Einer alleine kann es nicht. Von der Generation her sind das jetzt alles Spieler, die flache Hierarchien wollen, und nicht mehr, dass einer den Leitwolf gibt", sagte Bierhoff.

Grundsätzlich wird Löw laut Bierhoff den Nationalspielern aber deutlich machen, dass es nicht um K-Frage, T-Frage und interne Führungsansprüche, sondern nur um den geplanten Sechs-Punkte-Start in die EM-Qualifikation geht. "Für unsere junge Mannschaft ist es wichtig, dass sie gleich wieder in den Tritt kommt und nicht denkt, die WM geht automatisch weiter", sagte Bierhoff.

Auch für Löw spielt ein perfekter Start in die Qualifikation für die Euro 2012 in Polen und der Ukraine eine viel bedeutender Rolle als die Kapitänsfrage. Spannend wird sein, in welcher Verfassung sich Mesut Özil und Sami Khedira nach ihren ersten Wochen bei Real Madrid präsentieren. Beide wurden im ersten Saisonspiel der Königlichen in Mallorca (0:0) nur eingewechselt.

"In Deutschland ist es kälter, aber es ist sehr schön, wieder deutschsprachige Kollegen zu treffen", meinte der Ex-Stuttgarter Khedira, der seinen WM-Stammplatz im defensiven Mittelfeld in Abwesenheit von Ballack verteidigen will: "Man darf sich nie zu sicher sein. Ich sehe die Situation aber entspannt und werde weiter Gas geben." Neben Belgien und Aserbaidschan trifft die deutsche Mannschaft in der Gruppe A noch auf die Türkei, Österreich und Kasachstan. Erstmals werden die Doppelspieltage im Rhythmus Freitag sowie Dienstag ausgetragen, wodurch die Spieler früher wieder zu ihren Klubs zurückkehren können. dpa/sid

01.09.2010 - 08:30 Uhr
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