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Fan-Ärger trübt Heidenheims Freude

Drittliga-Spitzenteams in der Erfolgsspur

Der SV Sandhausen ist mit neuem Trikotsponsor Tabellenführer der Dritten Fußball-Liga. In Heidenheim und Offenbach gab es Fanausschreitungen.

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DETLEF GRONINGER

Ulm Mit dem 3:1 gegen die SpVgg Unterhaching gelang dem SV Sandhausen der Sprung an die Tabellenspitze. Nach der 1:4-Pleite in Darmstadt war der Vorwurf laut geworden, es gäbe Spieler in Sandhausen, die nicht aufsteigen wollen. Trainer Gerd Dais: "Das ist Schwachsinn. Sollte ich so einen Spieler haben, kann er seine Taschen packen." Neuer Trikotsponsor ist Machmeier Energy, ein Unternehmen von SV-Präsident Jürgen Machmeier. Die Vereinbarung bis Juni soll dem Klub bis zu 500000 Euro einbringen.

Verfolger VfR Aalen ist mit dem 3:1 beim SV Wehen Wiesbaden, der sechsten Partie ohne Niederlage, auf Schlagdistanz. Dabei schlug Wehen-Schreck Robert Lechleiter, mit zwölf Toren bester Stürmer der Liga, drei Mal zu. Schon beim 2:0 im Hinspiel hatte er beide Treffer erzielt. Für die Schlagerpartien gegen Jahn Regensburg (Samstag) und Sandhausen (7. Februar) hat die Kartennachfrage beim VfR, der den Vertrag von Verteidiger Jürgen Mössmer bis 30. Juni 2014 verlängert hat, stark zugenommen. Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl: "Wir sind im erlesenen Kreis der Spitzenmannschaften. Das ist doch schön."

Beim 1. FC Heidenheim (1:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen) herrscht Erleichterung. "Wir sind froh. Das war ein Arbeitssieg", sagte FCH-Manager Holger Sanwald. Außerhalb des Stadions kam es zu Randalen zwischen RWO-Fans und Anhängern des SSV Ulm 1846, die eine Fanfreundschaft haben, sowie FCH-Zuschauern. Fünf Fans aus dem Gästelager wurden festgenommen. Sanwald: "Es gibt Auswüchse im Fußball, die werde ich nie begreifen."

In Offenbach hatten OFC-Fans beim 0:1 gegen den Chemnitzer FC Gegenstände aufs Spielfeld geworfen und für eine 15-minütige Spielunterbrechung gesorgt.

Der VfB Stuttgart II verhalf beim 1:3 in Thüringen Rot-Weiß Erfurt zum ersten Heimsieg seit August 2011. VfB-Trainer Jürgen Kramny war stinksauer: "In der Rückwärtsbewegung haben wir wie ein Kindergarten gespielt." Bundesligaprofi Matthieu Delpierre enttäuschte nach zehnmonatiger Verletzungspause restlos. "Er hat sich bemüht, aber auch lange nicht mehr gespielt", meinte Kramny. Dafür feierte Rani Khedira, Bruder von Sami Khedira, einen Tag nach dem 18. Geburtstag seinen Drittligaeinstand. Kramny: "Er war ein Lichtblick in Erfurt."

30.01.2012 - 08:30 Uhr

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