Böser Absturz in Oslo - Kombinierer am Saisonende flau
Eine Woche vor der Skiflug-WM sind die deutschen Springer in Oslo böse abgestürzt. Die Kombinierer schlossen die Saison ziemlich flau ab.
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Zum Karriere- Ende Dritter mit der Staffel, dann 39. im Einzel: Kombinierer Georg Hettich.
Oslo Deutschlands Skispringer waren nach dem schlimmsten Weltcup-Absturz ihrer Geschichte nur noch Zuschauer, als Überflieger Simon Ammann seinen doppelten Triumph am heiligen Berg von Oslo feierte. Drei Wochen nach Olympia-Silber im Team blamierten sich der auf Platz 40 abgestürzte Martin Schmitt und seine Kollegen bei der windumtosten Generalprobe für die Skiflug-WM in Planica.
"Kein deutscher Skispringer im zweiten Durchgang - so einen Tag habe ich noch nie erlebt. Vor drei Wochen haben wir uns noch in den Armen gelegen, jetzt haben wir eine gewaltige Watschn bekommen", sagte der auf Platz 41 gelandete Michael Uhrmann, der nach dem völlig missratenen Weltcup-Finale gar keine Ausreden suchte: "Das lag auch nicht am Wind. In der Form ist bei der WM für uns nix drin."
Michael Neumayer fühlte sich nach Platz 47 im Motivationsloch: "Nach Olympia war ich supermotiviert. Aber jetzt hatte ich zwei schlechte Wettkämpfe, da ist irgendwie ein Knick drin." Der auf den 50. und letzten Platz abgestürzte Andreas Wank fühlte sich einfach nur "ziemlich angeschlagen". Pascal Bodmer, Severin Freund und Richard Freitag verpassten sogar den Sprung unter die besten 50.
Das Saisonende am Holmenkollen war für die deutschen Nordischen Kombinierer derweil ein Spiegelbild des gesamten Wettkampfjahres. Während am Samstag die Staffel mit Johannes Rydzek, Georg Hettich, Eric Frenzel und Tino Edelmann noch über Platz drei hinter Norwegen und Olympiasieger Österreich jubeln konnte, erloschen die Hoffnungen auf den dritten Rang in der Einzel-Gesamtwertung von Frenzel gestern bereits beim Springen. Am Ende wurde der Oberwiesenthaler nur 21. Das beste DSV-Ergebnis ging beim Sieg von Weltcup-Gesamtsieger und Olympiasieger Jason Lamy Chappuis auf das Konto von Edelmann, der von Platz 21 auf acht nach vorn lief. Hettich beendete seine Karriere auf Rang 39.
"Es war nach einem starken Saisonstart ein ständiges Auf und Ab", bilanzierte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Die Vorzeigedisziplin des DSV erreichte erstmals seit Jahren die selbstgesteckten Ziele nicht.
Auch die deutschen Skilangläufer haben ein Problem. Wie bereits teilweise bei Olympia kamen sie auch in Oslo mit dem Material nicht klar und mussten bis auf Evi Sachenbacher-Stehle deprimierende Ergebnisse hinnehmen. Wenigstens die Teamsprint-Olympiasiegerin erlief sich mit Platz fünf über 30 km ein gutes Resultat, während bei den Herren über 50 km Tobias Angerer mit Platz 15 zufrieden sein musste. Axel Teichmann beendete das Rennen entnervt vorzeitig. sid/dpa