15.03.2010 Drucken Empfehlen
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Keine Streicheleinheiten für Arjen Robben

Bayern-Trainer ist mürrisch

Fast wärs schief gegangen. Erst mit einem umstrittenen Freistoß leitete der FC Bayern den 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg ein.

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München Ein letztes Mal können die Fußballer des FC Bayern in dieser "nicht-englischen" Woche ausschnaufen. Doch nach dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag kommt es knüppeldick: DFB-Pokal-Halbfinale auf Schalke (24. März), Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (27. März), das noch nicht ausgeloste Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel (30./31. März), erneutes Gastspiel bei Schalke (3. April) um die Meisterschaft, Champions-League (6./7. April) und die Auswärtsbegegnung bei Bayer Leverkusen (10. April) - "das sind die Wochen der Wahrheit, wir haben ein brutales Programm vor der Brust", so Sportdirektor Christian Nerlinger.

"Ausschnaufen" wollten die Bayern-Spieler offenbar auch schon gegen den Tabellen-Vorletzten SC Freiburg. Und fast wäre es schief gegangen. Cedrick Makiadi hatte die Badener mit einem schönen Schuss aus 17 Metern in Führung geschossen (31.). Erst in der Schlussphase drehten die Bayern das Spiel. Arjen Robben, der auch schon in Florenz das entscheidende Tor zum Weiterkommen erzielte, sicherte mit einem 112-km/h-Hammerfreistoß (76.) und einem Foulelfmeter (82.) den 2:1-Sieg und die Tabellenführung.

Über eine Stunde lang hatte der Niederländer gegen den 21 Jahre und talentiertesten aller Freiburger, Abwehrspieler Felix Bastians, so gut wie keinen Stich gemacht, ehe er in der Schlussphase auftrumpfte. Deshalb wollte Bayern-Trainer Luis van Gaal seinen Matchwinner hinterher auch keineswegs loben. "Dafür wird er bezahlt, Tore zu schießen", grantelte der Niederländer. Seine Streicheleinheiten musste sich Robben woanders abholen. Bei Christian Nerlinger beispielsweise: "Arjen hat die absolute Siegermentalität." Oder bei Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: "Wir sind glücklich, dass er bei uns ist." Kein Wunder, allen durch seine drei Tore in den letzten Tagen hat der 26-Jährige einen guten Teil seiner 25-Millionen-Euro-Ablösesumme zurückbezahlt.

"Solche Spiele können eine Meisterschaft entscheiden. Wenn man 0:1 zurückliegt und gewinnt, dann ist das gut für die Moral", erklärte Robben. Es war das fünfte Mal in dieser Runde, dass die Bayern ein 0:1 umbogen. Dazu mussten die ersatzgeschwächten Münchner - es fehlten Franck Ribéry, Mario Gomez, Bastian Schweinsteiger und Martin Demichelis - am Ende alles riskieren. In seiner Not beorderte van Gaal Abwehrmann Daniel van Buyten zeitweise in den Sturm.

Wäre es nach Robin Dutt gegangen, wäre der Ausgleich nicht gefallen. "Schiedsrichter Schmidt hat eine tolle Leistung gezeigt. Aber diesen Freistoß darf er nicht geben. Da ist er dem Druck des Publikums erlegen", schimpfte der Freiburger Trainer. Am Auftritt seiner Mannschaft hatte er nichts zu bemängeln. Der Rückstand auf den rettenden 15. Platz beträgt bereits vier Punkte. "Es sollte uns aber Mut machen, dass wir eine Spitzenmannschaft wie Bayern in Bedrängnis gebracht haben", sagte SC-Kapitän Heiko Butscher, dessen Hand Schmidt in der entscheidenden Freistoß-Szene am Ball gesehen hatte.

eb

15.03.2010 - 08:30 Uhr
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