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Ein Trio treibt es auf die Spitze

Bayern, Dortmund und Schalke marschieren vorneweg

Drei Mannschaften mit jeweils 40 Punkten vorne in der Fußball-Bundesliga - der Spannungsbogen könnte kaum größer sein. Der FC Bayern, Schalke 04 und Dortmund treiben es auf die Spitze.

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DPA/SID/EB
Artikelbild: Bayern, Dortmund und Schalke marschieren vorneweg Die Jubel-Dortmunder: Blaszczykowski (links) und Kagawa. Foto: Imago

Düsseldorf Ein punktgleiches Führungstrio vorne - die Bundesliga macht ihrem Ruf als Premiumprodukt derzeit alle Ehre. Keine andere europäische Top-Spielklasse bietet mehr Spannung. Anders als von vielen Fachleuten prognostiziert, bleibt der FC Schalke den führenden Teams aus München und Dortmund auf den Fersen. Mit der Punktzahl wächst das Selbstvertrauen. "Der Tabellenstand lügt nicht", kommentierte Schalke-Coach Huub Stevens forsch.

Zwar gerieten die "Königsblauen" für kurze Zeit ins Wanken, gewannen aber in Köln nach dem 0:1 zur Pause am Ende souverän mit 4:1. Selbst der Ausfall zahlreicher Leistungsträger konnte den FC Schalke nicht stoppen. Trotz der guten Ausgangslage hielten sich alle Beteiligten mit Statements zum möglichen ersten Meistertitel seit 1958 zurück. Vor allem Manager Horst Heldt stapelte tief: "Außer dem verhinderten Abstieg haben wir noch nichts erreicht."

Als Titelaspirant Nummer eins wird nach wie vor Tabellenführer Bayern München gehandelt. Eine Woche nach dem missratenen Rückrundenstart in Mönchengladbach gab er beim hart erkämpften 2:0 über Wolfsburg die passende Antwort. "Es sieht ähnlich aus wie in der Hinrunde: Erst verloren, dann ein nicht leichter Sieg. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder acht, neun oder zehn Spiele in Folge gewinnen", sagte Arjen Robben voller Hoffnung auf eine ähnliche Erfolgsserie. Im vorigen Spätsommer hatten die Bayern nach der Auftaktschlappe mit sechs Siegen ihren Favoritenstatus untermauert.

Für den Anfang stimmte wieder die Balance zwischen Angriff und Abwehr. "Wichtig war, dass wir zu null spielen", lobte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Im Kombinationsspiel knirscht es dagegen noch. "Es ist wichtig für Franck und mich, dass schnell gespielt und schnell verlagert wird. Sonst kommen wir nicht ins Spiel", monierte Robben.

Auf aktuell deutlich höherem Niveau als der Konkurrent aus dem Süden präsentiert sich der seit nunmehr 13 Spielen ungeschlagene Titelverteidiger aus Dortmund. Ähnlich wie beim 5:1 in Hamburg spielte der BVB auch beim 3:1 über Hoffenheim groß auf und versetzte selbst Joachim Löw ins Schwärmen: "Die Borussia ist zurück in Meisterform", lobte der Bundestrainer. Beim Revierklub scheint der Kummer über den langen Ausfall von Mario Götze verflogen. Der zweifache Torschütze Shinji Kagawa schlüpfte in dessen Rolle als hochbegabter Künstler.

In den Katakomben der Dortmunder Arena machte sich derweil Hoffenheims Sportdirektor Ernst Tanner Gedanken um die Zukunft. "Wir schrumpfen unseren Etat zu schnell", stellte Tanner fest. Das Budget soll stufenweise von 45 auf 30 Millionen Euro reduziert werden. "Der Verkauf von Vedad Ibisevic war jedoch wirtschaftlich nicht notwendig", klagte Tanner. Der Torjäger war wenige Tage zuvor nach Stuttgart gewechselt. Da stellt sich doch die Frage, wer dann Ibisevic verkaufen wollte?

30.01.2012 - 08:30 Uhr

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