Die deutschen Basketballer müssen nach der Vorrunde der WM die Koffer packen. Mit einer völlig unnötigen Niederlage gegen Angola verspielten die "Bauermänner" die große Chance aufs Achtelfinale.
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Bitteres Aus: Die deutschen Korbjäger, hier mit Jagla (rechts) und Hamann (Mitte), müssen sich nach der Pleite gegen Angola von der WM verabschieden. Foto: afp
Kayseri Aus und vorbei: Die deutschen Basketballer haben das Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft verpasst. Ohne Superstar Dirk Nowitzki verlor das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gestern in Kayseri gegen Angola mit 88:92 (78:78, 35:40) nach Verlängerung und hat vor dem abschließenden heutigen Gruppenspiel gegen Jordanien keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Runde. Auch 23 Punkte von Jagla konnten die Niederlage nicht verhindern.
Vom "bittersten Moment" seiner sechsjährigen Karriere als Bundestrainer sprach Bauermann. "Ein solches Ende dieses tollen Sommers hat diese junge Mannschaft nicht verdient. Diese Niederlage tut uns heute weh, aber in Zukunft wird sie der jungen Mannschaft helfen", meinte der Coach. "Ich bin riesig enttäuscht. So etwas darf uns nicht passieren. Das ist auch mit der Jugend der Mannschaft nicht zu entschuldigen", sagte auch der Bonner Tim Ohlbrecht nach der ersten Niederlage im fünften Vergleich mit Angola.
Die so hoffnungsvolle Generation um die Youngster Tibor Pleiß, Robin Benzing und Elias Harris erlebte in ihrer Entwicklung damit einen herben Rückschlag. Bei der Europameisterschaft in Litauen im kommenden Jahr will Nowitzki ins deutsche Team zurückkehren. Auch seine Erfahrung und Präsenz waren es, die der jüngsten deutschen Mannschaft, die je bei einer WM dabei war, in der Türkei fehlten.
100 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das junge deutsche Team bereits mit neun Punkten geführt (77:68). Doch dann bekam die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wieder das große Flattern und schenkte den Vorsprung mit leichten Fehlern her. 16 Sekunden vor dem Ende glich der überragende Olimpio Cipriano (28 Punkte) für die Angolaner aus. Von diesem Schock erholte sich die DBB-Equipe nicht mehr und kassierte im vierten Spiel die entscheidende dritte Niederlage.
Ausgerechnet Routinier Steffen Hamann unterliefen in dieser Phase katastrophale Fehler. "Wir sahen schon wie der sichere Sieger aus, aber diese Ballverluste haben uns sehr weh getan. Und dann kam der Dreier von Ambrosio, das war für uns der Dolch im Rücken", sagte ein noch lange konsterniert wirkender Dirk Bauermann, der vor der Partie noch gesagt hatte: "Wir müssen unsere beste Turnierleistung zeigen, um die starken Angolaner zu schlagen." Lange Zeit sah es gut aus, doch die "jungen Wilden" packte die Angst vor dem Sieg, die zur Niederlage führte. dpa