Die Ludwigsburger Bundesliga-Basketballer geben den Ton an im Land: In allen vier Derbys gegen Tübingen und Ulm gingen sie als Sieger vom Parkett.
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Ulm Die ENBW Ludwigsburg bleibt die unangefochtene Nummer eins im Land in Sachen Basketball: Bei Ratiopharm Ulm kam die Mannschaft von Trainer Tolga Öngören am Wochenende zu einem 84:76-Erfolg. Damit haben die Ludwigsburger alle vier württembergischen Bundesliga-Derbys gewonnen, zudem bleiben sie auf Play-off-Kurs und liegen weiterhin nur einen Sieg hinter dem Tabellen-Achten New Yorker Phantoms Braunschweig. Die Niedersachsen bezwangen die Walter Tigers Tübingen mit 112:104, mussten sich aber dafür erst durch die Verlängerung kämpfen.
"Wir wussten um die Offensivstärke der Ulmer. Darauf hatten wir unsere taktische Marschroute ausgerichtet", sagte Öngören, "in der ersten Halbzeit ist uns das noch nicht gelungen, in der zweiten dafür umso besser. Ich denke, unsere Verteidigung war der Schlüssel zum Erfolg." Zudem durften sich die Ludwigsburger beim einem überragenden Richard Chaney bedanken, der auf 26 Punkte kam, elf davon erzielt im letzten Viertel.
Ratiopharm-Coach Mike Taylor wiederum zeigte sich "etwas enttäuscht von der Spielintelligenz, die wir gezeigt haben. Wir waren mit dem Kopf nicht richtig bei der Sache, haben viele schlechte Wurfentscheidungen getroffen."
Eine "brutale Niederlage" nannte derweil Tübingens Trainer Igor Perovic das unglückliche Ende des Nervenkrimis gegen Braunschweig. Nach dem ersten Viertel lagen die Tübinger bereits mit 17:29 hinten, kämpften sich wieder zurück, glichen in der 25. Minute aus (54:54), hatten sich knapp drei Minuten vor Schluss zehn Punkte Vorsprung herausgespielt, gerieten dann 35 Sekunden vor Ende wieder in Rückstand (88:90) - und retteten sich Sekunden vor der Sirene mit zwei verwandelten Freiwürfen eben noch so in die Verlängerung. Da war es dann aber mit 22:14 wieder eine deutliche Sache für Braunschweig. "Wir haben es nicht verstanden, das Spiel nach regulärer Spielzeit zu entscheiden", befand Perovic, " Braunschweig hat am Schluss mit Herz gespielt und dann auch verdient gewonnen."
An der Tabellenspitze ist Alba Berlin mit dem Rückenwind des erstmaligen Einzugs ins Eurocup-Viertelfinale wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann der Pokalsieger vier Tage nach dem 68:62 bei Joventut Badalona beim Liga-Neuling Phoenix Hagen deutlich mit 83:50 und behauptete seine Tabellenführung vor den Telekom Basket Bonn Die Rheinländer gewannen das Top-Spiel gegen die BG Göttingen mit 85:76.