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SSV-Trainer Isik zum Saisonstart

Ziel: attraktiv spielen

Zum Auftakt der Oberliga-Saison muss der SSV Reutlingen morgen, 15.30 Uhr, beim Vizemeister VfR Mannheim antreten. Mit attraktivem Fußball will SSV-Trainer Murat Isik die Zuschauer ins Kreuzeichestadion locken, sagt er im Interview.

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TAGBLATT: Herr Isik, wie war die Vorbereitung?

Optimistisch vor dem Saisonstart: SSV-Trainer Murat Isik, links Co-Trainer Petros Tengelidis. ... Optimistisch vor dem Saisonstart: SSV-Trainer Murat Isik, links Co-Trainer Petros Tengelidis. Archivbild: Ulmer

MURAT ISIK: Die verlief sehr gut, wenn ich von den drei letzten Ergebnissen absehe. Wobei wir uns auch in diesen Spielen viele Chancen herausgearbeitet haben, aber nicht in Tore umwandelten – das war ärgerlich. Unterm Strich war das Ganze positiv, wir hatten sehr gute Einheiten, ich bin zufrieden.

 Welches Spielsystem werden Sie bevorzugen?

Wir habe in den Tests zuletzt ein 4-2-3-1 gespielt – die Außenverteidiger waren vorgeschoben. Aber wir sind da flexibel, können auch auf ein 4-4-2 ausweichen. Das hängt auch vom Gegner ab. Wichtig ist, dass wir uns steigern, das System mit Leben erfüllen.

 Doch es gibt noch Probleme?

Ja, die Abwehrkette macht mir Sorgen, da suchen wir ja noch einen Innenverteidiger. Wenn alle an Bord sind, passt es. Wenn aber einer ausfällt – siehe das Spiel in Frickenhausen, als Wiesner nicht dabei war – fehlt die Ordnung, dann bekommen wir Probleme.

 Sind Sie mit dem Kader zufrieden ?

Im Mittelfeld und der Offensive haben wir einige Möglichkeiten und Qualität. Vor allem entsteht Druck durch die Konkurrenzsituation. Brandstetter, Petruso oder Parrinello – wir haben in der Offensive war zu bieten. Man darf aber nicht vergessen, dass uns fünf Stammspieler verlassen haben. Sie wurden vor allem durch Landesligaspieler ersetzt. Wir haben nicht das Geld, um Spieler aus der 4. Liga zu holen. Wir haben finanziell kaum Möglichkeiten, da haben andere Klubs viel mehr Geld.

 Welches Ziel haben Sie?

Das Team soll und wird sich weiterentwickeln, da sind wir auf einem guten Weg. Wir müssen uns festigen. Die Art und Weise, wie wir spielen, ist entscheidend. Wir wollen auf jeden Fall einen attraktiven Fußball bieten, die Fans ins Stadion holen. Wir können ins vordere Drittel kommen. Das wäre toll, dann darf aber nicht viel passieren.

 Und wer sind Ihre Favoriten?

Das sind ganz klar Astoria Walldorf, der VfR Mannheim, Nöttingen und Neckarelz.

 Gibt es weitere Probleme?

Klar, die Finanzen sind eins. Das liegt nicht nur an uns, wir müssen aber mit guten Spielen neue Sponsoren begeistern. Wir haben ja Top-Bedingungen im Stadion. Alle können harte und ehrliche Arbeit von uns erwarten.

 Sind Sie sonst gut aufgestellt?

Ja, ich habe Co-Trainer Petros Tengelidis, Torwarttrainer Andre Cornelsen, Team-Manager Martin Göggelmann und Klaus Marzin. Dazu eine gute medizinische Abteilung, eine fleißige Geschäftsstelle.

 Wer sind die tragenden Säulen?

Kapitän Wiesner hat Führungsqualitäten, kann Einfluss nehmen. Dann Barth, Brandstetter oder Rill, aber auch Petruso. Gut ist, dass es auf einigen Positionen einen Zweikampf um die Plätze gibt.

Wie wichtig ist ein guter Start?

Sehr wichtig. Wir möchten in Mannheim als Außenseiter ein gutes Spiel liefern, da wissen wir dann, wo wir stehen. Dann kommen die beiden Neulinge Bissingen und Grunbach – die sind stark und schwer auszurechnen. Aber wir haben viel getan, sind gut drauf.

Fragen von Wolfgang Gattiker

10.08.2012 - 08:00 Uhr

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