Die Top-Vier geben sich keine Blöße. Nur Alba Berlin musste in Bonn zittern. Entsprechend ausgelassen fiel die Freude aus. Und die Bayern jammerten.
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DPA/TGO
Bayern-Coach Dirk Bauermann war hochgradig unzufrieden. Foto: Eibner
Ulm Das Top-Quartett der Basketball-Bundesliga mit Meister Brose Baskets Bamberg an der Spitze marschiert weiter im Gleichschritt in Richtung Play offs. Uneingeschränkter Jubel herrschte aber nur bei Alba Berlin über den Sieg in letzter Sekunde in Bonn. Der Tabellenvierte entschied den Samstagabend-Krimi vor 6000 Zuschauern mit 92:91 für sich. "Für uns war es nach all den Niederlagen der letzten Wochen wichtig, endlich wieder gewonnen zu haben", sagte Alba-Coach Gordon Herbert. 1,7 Sekunden vor Ultimo zog DaShaun Wood unwiderstehlich zum Korb und sorgte für die Entscheidung.
Meister Bamberg feierte bei den Phantoms Braunschweig einen ungefährdeten 88:79-Erfolg. Dennoch mäkelte Trainer Chris Fleming: "Wir können sehr froh sein, dass wir gewonnen haben. Wir haben offensiv gut gearbeitet und gute Würfe bekommen. Defensiv sind wir jedoch nicht überzeugend gewesen."
Verfolger Ratiopharm Ulm gab sich beim 74:52 gegen Bayreuth keine Blöße. Vollends überzeugen konnten die Schwaben vor 6000 Fans allerdings zum Ärger von Trainer Thorsten Leibenath nicht. "Es gilt die Tendenz abzustellen, dass wir häufig ein Viertel benötigen, um die Intensität in der Verteidigung hochzufahren. Auch an unserer Dreierquote müssen wir arbeiten. Die Quote war unterirdisch", sagte Leibenath.
Einen herrlichen Abend verlebten die Besucher in der Tübinger Paul-Horn-Arena. Über 3000 Zuschauer freuten sich nach dem 80:65-Erfolg über den FC Bayern, der seine achte Saisonniederlage kassierte. Bayern-Coach Dirk Bauermann musste nicht lange nach dem Grund für den neuerlichen Rückschlag suchen. "Unser Auftreten auswärts zeigt einen Mangel an Aggressivität, das darf uns so nicht passieren", sagte der frühere Bundestrainer, der dann auch noch die Rolle des Aufsteigers in der Liga im Allgemeinen reflektierte. Die gegnerischen Fans und Spieler machen es nämlich den Bayern unglaublich schwer. "Wir tun jedem Gegner den Gefallen, eine Attraktion zu sein. Das setzt bei ihnen natürlich Kräfte frei", analysierte Bauermann. An eine Änderung des Spielmodus, um das Gleichgewicht der Motivation wieder herzustellen, ist dabei aber wohl nicht gedacht.