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Der doppelte Zweierpack

TSG Tübingen kommt mit Schwung aus der Winterpause

Der Start nach der Winterpause ist geglückt: Das Heimspiel gegen die Spvgg Freudenstadt gewannen die Landesliga-Kicker der TSG Tübingen verdient mit 4:1 (1:0). Jonas Frey und David Birgel trafen doppelt.

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Florian Rotberg

Tübingen. Dabei sah es zu Beginn der ersten Hälfte noch nicht nach einem deutlichen Ergebnis aus. „In den ersten 20 Minuten hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, sagte TSG-Angreifer Jonas Frey, der im zweiten Spielabschnitt einen (Tore-)Doppelpack schnürte. Frey spielte damit auf den forschen Beginn des Gasts aus Freudenstadt an: Zehn Minuten waren gespielt, da wurde Freudenstadts Angreifer Patrick Möhrle durch einen Pass in die Tiefe freigespielt. Sein Heber geriet aber zu schwach, und Tübingens Torwart Antonio Fierravanti, der den im Urlaub weilenden Stefan Baumann vertrat, parierte zur Seite.

Antonio Fierravanti erstmals im TSG-Tor

TSG-Trainer Michael Frick war in dieser Phase nicht zufrieden mit der Leistung seiner Kicker. Er mahnte immer wieder konzentrierteres Passspiel an. Zehn Minuten später war es wieder Freudenstadts Möhrle, der im Blickpunkt stand. Allein vor TSG-Torhüter Fierravanti schoss er den Ball an ihm vorbei in Richtung Tor. Die mitgereisten Freudenstadter Anhänger hatten den Torschrei schon auf den Lippen, doch ein TSG-Verteidiger kratzte den Ball von der Torlinie. Danach bekamen die Tübinger das Spiel besser in den Griff. TSG-Stürmer David Birgel kam im Strafraum nach einer missglückten Abwehraktion zufällig an den Ball und war wohl zu überrascht. Er schoss den Ball aus bester Position am linken Pfosten vorbei (26.). Die TSG erspielte sich ein leichtes Übergewicht. Frey scheiterte nach 35 Minuten noch knapp mit einem Freistoß. Wenig später machte er es besser, zog auf den Strafraum zu und band zwei Spvgg-Abwehrspieler. Im richtigen Moment legte er quer auf David Birgel, der mit seinem ersten Torabschluss noch am gut reagierenden Spvgg-Schlussmann Lukas Betz scheiterte. Den Nachschuss setzte Birgel dann kompromisslos zum 1:0 in die Maschen (37.).

Ein lange Zeit ausgeglichenes Duell: TSG Tübingen mit Marcelo Rauscher (Mitte) gegen Spvgg ... Ein lange Zeit ausgeglichenes Duell: TSG Tübingen mit Marcelo Rauscher (Mitte) gegen Spvgg Freudenstadt mit Patrick Möhrle (rechts). Bild: Ulmer

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm sich die TSG wieder eine kurze Auszeit. „Ich war daher etwas überrascht, dass wir in dieser Phase das zweite und das dritte Tor gemacht haben“, sagte der Tübinger Trainer. Auch wenn Frick zu diesem Zeitpunkt nicht damit gerechnet hatte: Schön anzusehen war das 2:0 trotzdem. Mittelfeldmotor Oliver Lapaczinski spielte den Ball auf Marcelo Rauscher, der ihn direkt auf David Birgel weiterleitete. Birgel blieb dieses Mal ruhig und vollendete ins lange Eck (55.). „Wir sind da nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen, und dann ist Tübingen eben spielstark“, analysierte Freudenstadts Trainer Jens Bertiller die entscheidende Phase.

Kurz danach klingelte es schon wieder im Kasten von Freudenstadt. Daran hatte Torwart Lukas Betz auch seinen Anteil: Jonas Frey zog aus spitzem Winkel ab und traf ins kurze Eck (58.). „Nach den Toren hatten wir zehn richtig gute Minuten, haben es aber zu lässig runtergespielt“, monierte TSG-Trainer Frick, der nicht vollends zufrieden war. So kam Freudenstadt noch zum 1:3: Sebastian Braun legte quer auf Patrick Möhrle, der nur noch einschieben brauchte (88.). In der Nachspielzeit stellte Frey den alten Abstand wieder her und traf mit seinem zweiten Tor zum 4:1 (90.).

TSG Tübingen: Fierravanti; Rammeiser, Gottschalk, Schramm, Fetzer (66. Schäufele), Rauscher, Lapaczinski, Erl, Glück (78. Anthony Frick), Frey, Birgel (81. Knoll).

Jonas Frey – torgefährlich und mannschaftsdienlich
TSG-Stürmer Jonas Frey war nicht nur wegen seiner beiden Tore der herausragende Spieler bei der TSG. Frey lief viel, eroberte verlorene Bälle und bereitete das 1:0 Birgels mustergültig vor. „Sowohl Jonas als auch David haben nicht nur aufgrund ihrer Tore ein gutes Spiel gemacht“, lobte TSG-Trainer Michael Frick. „Sie haben beide gut gegen den Ball gearbeitet, was Jonas sonst manchmal nicht so gemacht hat.“ Das weiß auch Frey und hat eine Erklärung parat: „In der Jugend konnte ich immer vorne stehen und habe die Bälle bekommen. Aber das geht jetzt nicht mehr.“


04.03.2013 - 08:30 Uhr

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