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Handball

Mössingen siegt glücklich gegen Reutlingen

Einen glücklichen Sieg landete Bezirksliga-Spitzenreiter Spvgg Mössingen gegen die TSG Reutlingen und hat damit schon den Relegationsplatz sicher. Mit voller Offensivkraft überrannte die abstiegsgefährdete SG Tübingen den VfL Sindelfingen.

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Bernhard Schmidt

SG Tübingen – VfL Sindelfingen 39:24 (20:13). So geht’s doch auch: Mit schnellem Tempospiel steuerten die Tübinger die 40-Tore-Mark an und machten dank eines überzeugenden Sieges gegen die deutlich besser platzierten Sindelfinger einen großen Schritt raus aus dem Tabellenkeller. „Ein ganz wichtiger Sieg“, freute sich SG-Trainer Andreas Buttgereit nach dem Spiel.

Besonders die Tübinger Abwehr stand von der ersten Sekunde an sehr sicher – die Tore fielen dann vorne fast automatisch. Nach sieben Minuten führte die SG 4:0, die wenigen Bälle, die überhaupt durch die Abwehr gekommen waren, hatte Torhüter Alexander Bechtel sicher entschärft. Unbeirrt zog die Mannschaft das hohe Tempo durch, traf zuverlässig und zog auf 13:7 davon. Und die SG ließ einfach nicht nach, über 19:10 ging es zum Halbzeitstand von 20:13.

In dieser ersten Hälfte spielte die SG ihre wichtigste Stärke aus: das schnelle Spiel. Zahlreiche Tore fielen aus der zweiten Welle, eine stabile Abwehr ermöglichte dieses Spiel. Und endlich trafen die Schützen wieder – im Hinspiel noch hatte Sindelfingens Torhüter die Tübinger Werfer völlig entnervt, diesmal wurde er nach 20 Minuten ausgewechselt.

Auch in die zweite Hälfte hielten die Tübinger den Vorsprung, beim 28:18 führten sie erstmals mit zehn Toren. Der Rest des Spiels war Schaulaufen. SG-Trainer Buttgereit bremste trotz aller Siegesfreude die Euphorie: „Das erste von sechs Endspielen ist gewonnen.“

SG Tübingen: Schäfer, Bechtel (Tor), Schopf (10), Maier (5), Oberascher (3), Staron, Hemmer (4), Winkelmann (1), Wais (6/3), Fischer (3), Hähnel (1), Ritschel (3), Schneider, Hodyl (3).

Spvgg Mössingen – TSG Reutlingen 25:23 (13:15). In einem spannenden Spiel gewann die Sportvereinigung vor 400 Zuschauern am Ende glücklich. Bei noch sechs ausstehenden Spielen und 13 Punkten Vorsprung auf Rang drei ist damit der Relegationsplatz gesichert. Die Mössinger gingen ersatzgeschwächt ins Spiel und gerieten gegen die Reutlinger früh 2:4 in Rückstand, rappelten sich dann aber auf und erarbeiteten sich ein 10:7-Polster. Dann allerdings verzettelte sich die Spvgg in Einzelaktionen, außerdem musste Philipp Widmaier mit einer Platzwunde vom Feld. Bis zur Halbzeitpause lagen die Reutlinger wieder mit 15:13 vorne.

Was in der zweiten Hälfte folgte, war kein Leckerbissen für die Zuschauer, spannend war’s allemal: Beide Teams stabilisierten sich in ihrer Hintermannschaft, in 30 Minuten fielen ganze 20 Tore. Mössingen führte meist, die TSG kam aber immer wieder gefährlich bis auf ein Tor ran. Garanten des Mössinger Sieges waren die beiden Torhüter Jan Meyer und Markus Bold.

Spvgg Mössingen: Meyer/Bold (Tor), Widmaier, Bach, Bensch (9/3), Kuhle (3), Ehinger (3), Ehmann, Schnitzer (2), Mayer (2), Buck (1), Midinet (1), Dietrich, Mayer (4).

SG Ober-/Unterhausen – SG Nebringen/Reusten 34:20 (14:19). „Kurz nach der Pause haben wir aufgegeben“, lautete das frustrierte Fazit von Klaus Wanner, Trainer der SG Nebringen/Reusten nach der deutlichen 34:20-Auswärtsklatsche seiner stark dezimierten Mannschaft am Rande der Schwäbischen Alb.

Erneut kam die Gäu-SG gut in die Partie und hielt diese bis in die 20. Minute offen (8:8). Dann allerdings ging die heimstarke Spielgemeinschaft von der Alb in Führung und spielte sich einen Vorsprung von fünf Toren raus (16:11), während die Gäu-SG auch beste Chancen nicht nutzen konnte und allzu oft am Oberhausener Schlussmann scheiterte. Nach der Pause konnte Nebringen/Reusten zunächst zumindest ein Anwachsen des Rückstandes verhindern (19:14), doch nach rund 40. Minuten hatten die Gastgeber der Mannschaft aus dem Gäu wohl den Zahn gezogen, die Gäu-SG gab sich nun völlig auf und unterlag auch in dieser Höhe verdient.

SG Nebringen/Reusten: Gauss und Bühler (im Tor), Toth (1), Müller (1), Brucker (3), Sebastian Eberle (2), Johannes Eberle (1), Bühler (3), Egeler (2), Beck (5/2), Benjamin Weimer (1), Florian Weimer, Jens Weimer, Hörrmann (1).

25.02.2013 - 20:30 Uhr | geändert: 25.02.2013 - 21:29 Uhr

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