Die Volleyballer von EnBW TVR Rottenburg, bisher eher bekannt als ein Team von jungen Wilden, wollen mehr Erfahrung in ihren Bundesliga-Kader bekommen. Den Anfang macht der 30-jährige Zuspieler Gergely Chowanski, der am Mittwoch im Rottenburger Sportpark 1861 einen Einjahresvertrag unterschrieb.
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bernhard schmidt
Die Verantwortlichen des TV Rottenburg (links Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger, rechts Manager Jörg Papenheim) und ihr neuer Führungsspieler: Gergely Chowanski, Trikotnummer sieben, ist der neue Spielmacher, wird aber auch in der Kooperation von Schulen und Verein Aufgaben übernehmen.Bild: Ulmer
Rottenburg. Vergangene Saison noch hatte Chowanski den Wuppertal Titans als Spielertrainer gedient, in Rottenburg wird sich der 1,90 Meter große Spielmacher ganz auf seine Aufgaben als Spieler konzentrieren können. Trotzdem ist für TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger der Neue der „verlängerte Arm des Trainers auf dem Spielfeld“. Nach zwei Jahren als Spielertrainer freue er sich auf die neue Aufgabe, sagt Chowanski: „Es ist mein Herzenswunsch, noch zwei oder drei Jahre nur als Spieler auf dem Spielfeld zu stehen.“ Die Erfahrung von elf Bundesliga-Jahren wolle er in Rottenburg einbringen.
Für TVR-Manager Jörg Papenheim und Trainer Müller-Angstenberger war Chowanski ein Wunschkandidat. Seit „gefühlten zehn Jahren“, sagt der Neue, habe man den Kontakt gesucht und gehalten, jetzt habe es endlich geklappt. Wenn es noch Zweifel an den Qualitäten des Neuen gab, dann waren sie spätestens nach der 1:3-Niederlage im letzten Saisonspiel geschwunden. Da war Chowanski der beste Spieler.
Für den TVR-Trainer ist eine neue Situation: „Früher waren wir Kollegen, jetzt ist er einer meiner Spieler.“ Bei den Titans habe er schon viel Verantwortungsbewusstsein bewiesen, als Schlüsselspieler soll er die Spielkonzeption nach vorne treiben und umsetzen: „Er kann ein Team führen und junge Spieler besser machen“, sagt Müller-Angstenberger. Michael Neumeister, in der vergangenen Saison wegen Verletzungen kaum zum Einsatz gekommen und Konkurrent auf der Zuspielerposition, soll sich an Chowanski messen.