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Beckenbauer wird kurz laut

B-Junioren-Bundesliga-Fußball Ergenzingen unterliegt beim FC Bayern

Mächtig gewehrt haben sich die Ergenzinger Bundesliga-B-Junioren am Samstag an der Säbener Straße beim FC Bayern München. Dennoch siegte am Ende der hochfavorisierte FC Bayern vor 200 Zuschauer noch deutlich mit 6:1 (2:0). TuS-Trainer Harald Zimmermann spricht von einer „Topleistung“ seiner Jungs in der ersten Hälfte.

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München. Der TuS startete auf dem Kunstrasen mit einer kompakten Defensive im 4-5-1-System und verengte dem Team von Trainer Stephan Beckenbauer geschickt die Räume. So kam der Tabellendritte aus München, der ohne seinen verletzten Spielführer Fabian Hürzeler spielte, kaum zu einer richtigen Torchance.

Hochball: Ergenzingens Samuel Wairimu (rechts) und Bayerns Torschütze Dominik Goßner. Bilder: ... Hochball: Ergenzingens Samuel Wairimu (rechts) und Bayerns Torschütze Dominik Goßner. Bilder: Ulmer

„Man merkte meinen Jungs an, dass sie keine Klatsche wie in der Vorrunde bekommen wollten“, sagte Zimmermann. Es dauerte bis zur 21. Minute, da nutzte der FCB-Nachwuchs ein zu lasches Ergenzinger Zweikampfverhalten an der Außenlinie im Mittelfeld, und der Ball landete bei Dominik Goßner, der zum 1:0 einschob. Mit einem Freistoß aus nahezu 28 Metern erhöhten die Münchner durch Felix Stemmer auf 2:0 (36.). „Der Ball wurde immer länger, und unserem Torwart Orban Soma war durch die sehr tief stehende Abwehr die Sicht versperrt“, sagte Zimmermann.

Ein Bild, wie man es die ganze Saison zu sehen gekriegt hat. Der Gegner dreht jubelnd ab, die ... Ein Bild, wie man es die ganze Saison zu sehen gekriegt hat. Der Gegner dreht jubelnd ab, die Ergenzingen sind nach einem Gegentreffer bedient. Hier mit Torschützen Markus Menzel, und dann TuS-Keeper Benjamin Joswig, Samuel Wairimu und Marc Bauer. Der Club aus Nürnberg gewann zum Saisonfinale mit 7:2. Bild: Ulmer

So appellierte der TuS-Coach in der Pause an seine Jungs: „Spielt so weiter wie in der ersten Hälfte!“ Anscheinend hatten die Ergenzinger die Worte ihres Trainers nicht richtig verstanden und kamen etwas verschlafen auf den Platz zurück. Gerade eine Minute war gespielt, da landete das Spielgerät zum dritten Mal im TuS-Tor, erneut traf Goßner aus kurzer Distanz ins lange Toreck, nachdem der TuS zu zaghaft angegriffen hatte.

Bayern hatte kurz danach mit einer schönen Direktabnahme die nächste Tormöglichkeit vergeben. Dominik Burusic schaltete, nachdem Keeper Orban den harten Schuß von Goßner abprallen gelassen hatte, am schnellsten und verwandelte zum 4:0 (56.). Mit einem sehenswerten Konter über Aykut Durna und Joop Birkhofer wurde Sinan Tekerci auf der rechten Strafraumseite freigespielt, der Ergenzinger traf zum 1:4 (61.). Da wurde Bayern-Trainer Beckenbauer erstmals wütend und schimpfte lauthals auf seine Jungs. Ansonsten hatte Beckenbauer für den TuS ein großes Lob parat: „Die sind sehr gut gestanden und hatten eine starke Defensive“, sagte der Bayern-Trainer.

Ein taktisches Foul von Georgios Tiktapanidis nach 69 Minuten, und Burusic verwandelte den Freistoß aus 25 Meter direkt in den Winkel zum 5:1. „Das war profigerecht“, sagte Zimmermann. Den Schlussstrich in punkto Toreschießen machte Emre Can vom FCB; fünf Minuten vor Ende war er nach einem langen Ball einen Schritt schneller als der kurz zögernde Oma und traf zum 6:1-Endstand. Vor der Heimreise warfen die TuS-Buben noch einen letzten Blick zu den nebenan trainierenden FCB-Profis – und mit der Leistung der ersten Hälfte können sie hoffnungsvoll ins nächste Heimspiel gegen Wacker Burghausen gehen. mak

TuS Ergenzingen: Soma; Wairimu (45. Denis Balukcic), Dogan, Frölich, Bauer, Bühl, Tekerci, Tiktapanidis (78. Möhrle), Durna (66. Seewald), Birkhofeer, Abbruzzese (75. Maik Balukcic)

01.03.2010 - 08:15 Uhr | geändert: 01.03.2010 - 08:18 Uhr

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