Leichtathletik: Franziska Pfeifer siegt bei den Frauen
Simon Albrecht gewinnt den Kiebinger Osterlauf
Bilderbuchwetter, das förmlich zum Laufen einlud, ein Rennen ohne klaren Favoriten und ein breites Angebot unterschiedlicher Wettbewerbe – es war alles da, um auch den 8. Kiebinger Osterlauf zu einem Erfolg zu machen.
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werner bauknecht
Und rüber geht’s über den Neckar – die Spitze des Osterlaufs hat sich schonsortiert: Leicht verdeckt im roten Trikot mit der Nummer 199 der spätere Sieger Simon Friedrich, mit der 158 der spätere Zweite Peter Kapitza. Bild: Kleinmann
Kiebingen. Tatsächlich hatte das Veranstalterteam um Michael Hartmann bereits vor dem Start allen Grund zur Freude. Die Meldezahlen übertrafen die Erwartungen, und am Ende kam die stattliche Zahl von mehr als 600 Teilnehmern, auf alle Läufe verteilt, zusammen. Den sportlichen Auftakt der Veranstaltung machten die Nordic Walker/innen, denen die fast 170 Teilnehmer des Schülerlaufs folgten. Den 2,5 km Lauf gewann Carl-Martin Schmidt (Neuffen Laufkids) in 8:47 Minuten.
Nach dem 4,4 km Hobbylauf warteten alle gespannt auf den 10 km Hauptlauf. Kiebingen ist flach, schnell und vermessen, also ideal für Bestzeiten. Die ganz großen Namen fehlten – einen Tag später waren sie bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften am Start – und so gab es großes Rätselraten um die Favoritenrolle. Lokalmatador Daniel Kittel (LAV Asics Tübingen) winkte ab. „Ich spiele aktiv Fußball für Poltringen, mit dem Laufen habe ich es gerade nicht so.“
So übernahm vom Start weg einer die Initiative, den nicht einmal erfahrene Volksläufer kannten. Simon Albrecht heißt der 23-Jährige, läuft für den TSV Trochtelfingen und landete einen Start-Ziel-Sieg in großartigen 32:34 Minuten. Nur Peter Kapitza (SG Schramberg) konnte halbwegs mithalten und wurde Zweiter in immerhin 32:52 Minuten.
Gerade mal seit einem Jahr läuft der ehemalige Radler Friedrich. „Ich bin Postbote, da habe ich jeden Tag ein Zusatztraining“, sagt der junge Mann lachend. „Ich hätte heute schneller können, wenn noch einer mitgelaufen wäre“, sagte er selbstbewusst.
Bei den Frauen war die Entscheidung schnell gefallen. Franziska Pfeifer (LAV) hatte bereits nach einem Kilometer einen Vorsprung auf Judith Wagner (LT Starzach), den sie sukzessive ausbaute. Am Ende kam sie nach 37:20 Minuten ins Ziel, etwa eine Minute später dann die Sommertriathletin Wagner.
Wurst und Honig für die Sieger
Manche bekamen von der Lauferei gar nicht genug. So rannte Gerold Knisel (LAV), Cheforganisator des Tübinger Nikolauslaufes, erst den Hobbylauf, und danach auch noch den gesamten Hauptlauf. „Den Hobbylauf mit der Familie, den Hauptlauf für mich“, erzählt er lachend.
Durch das Engagement der etwa 45 Helfer quer durch alle Abteilungen des TSV Kiebingen gelang wieder einmal eine rundum zufriedenstellende Veranstaltung. Den Hobbylauf hatte man gekürzt, um ihn für Laufeinsteiger attraktiver zu machen. Und die Nordic Walker durften diesmal diesseits der Bundesstraße ihre Stöcke schwingen. Durch den Aufbau von Wurst- und Getränkeständen vor der Halle, hatte der Osterlauf den Flair eines Dorffestes.
Bei den Siegerpreisen wurden neue Wege gegangen. „Endlich mal keine Handtücher“, sagte Hartmann. So erhielten die Altersklassensieger Wurstschalen vom Dorfmetzger oder heimischen Bienenhonig. „Und im Herbst treffen wir uns wieder, und bereiten den nächsten Osterlauf vor“, sagte Hartmann.
Daniel Kittel wurde übrigens 8. in 34:44. „Nicht schlecht für einen Fußballer“, sagte er grinsend.