Bernard Lagat und David Rudisha, die erfolgreichsten Sportler der Stadt, waren zum Empfang im Tübinger Rathaus – und verstanden sich bestens mit OB Boris Palmer.
Anzeige
Das Versprechen steht: Vize-Weltmeister Bernard Lagat (Mitte) wird Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (links) auf den nächsten Stadtlauf vorbereiten und auch selbst wieder an den Start gehen. Weltmeister David Rudisha (rechts) aus der Derendinger Mallestraße wird nach einer anstrengenden Saison Ende der Woche nach Kenia zurückfliegen. Bild: Metz
Tübingen. Für den Top-Läufer und Wahl-Tübinger Bernard Lagat, am Sonntag Zweiter beim Tübinger Stadtlauf und vor gut zwei Wochen Vize-Weltmeister über 5000 Meter geworden, war es gestern nicht der erste Rathaus-Empfang. Schon 2007, als der für die USA startende Läufer gerade mit zwei Goldmedaillen aus Osaka zurückgekehrt war, hatte ihn Oberbürgermeister Boris Palmer im prunkvollen Öhrn-Saal empfangen.
Damals, erinnert sich Lagat, habe er das Stadtoberhaupt nicht gleich erkannt. „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass der Tübinger Oberbürgermeister kaum älter ist als ich.“ Der 36-jährige Spitzenläufer und der 39-jährige Schultes verstanden sich jedenfalls prächtig und warfen sich gekonnt die Bälle zu. Er werde Palmer – in diesem Jahr wegen des Familiennachwuchses beim Stadtlauf nicht am Start – dazu verhelfen, im kommenden Jahr die alte Bestzeit von gut 32 auf unter 30 Minuten zu drücken, versprach Lagat. „Und ich werde das nächste Mal wieder als Weltmeister kommen“, so der Mitbegründer der Tübinger Läufer-WG weiter. Aus den Fehlern von Daegu, als er nach großem Gedränge dem Briten Mo Farah unterlag, habe er gelernt. Zum Abschied überreichte Lagat dem OB seine Original-Startnummer, inklusive Signatur.
Zurückhaltender präsentierte sich David Rudisha, Weltmeister und Weltrekordler über 800 Meter. Tübingen sei ein wunderbarer Ort zum Leben und zum Trainieren, sagte der 22-jährige Kenianer aus der Derendinger Mallestraße. Dank der Unterstützung des ebenfalls anwesenden Frieder Wenk, Mediziner und Stadtlauf-Organisator, sei er rechtzeitig zur Weltmeisterschaft wieder fit geworden. Palmer gab die Blumen zurück: „Für Tübingen ist es eine Ehre, so tolle Spitzensportler beherbergen zu dürfen. Ich bin glücklich darüber, dass Tübingen und seine grüne Umgebung Ihnen Fitness und Wohlbefinden verschafft.“bs