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Der Schweiß fließt diesmal in Strömen

Leichtathletik: Beim Uni-Staffellauf gewinnt wieder das Team Glück

Die „Herzraser“ rasten, die „Kampfspermien“ kämpften, gaben alles, aber am Ende gewann doch wieder das „Team Glück“ beim Uni-Staffellauf. Keine Kunst, mag da einer sagen, da rennt ja auch der ehemalige 3000-Meter Europameister Kim Bauermeister mit.

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Werner Bauknecht
Kurz nach dem Wechsel geht’s mit Volldampf in die Runden auf dem beim Sportsinstitutsgelände. ... Kurz nach dem Wechsel geht’s mit Volldampf in die Runden auf dem beim Sportsinstitutsgelände. Bild: Rippmann

Tübingen. Die Rede ist von der 22. Auflage des 100 km Staffellaufs der Universität Tübingen im Institut für Sport (IfS) am Samstag in Lustnau. Wer dann bei diesen erschwerten Bedingungen – es war heiß und feucht – überhaupt seine zehn Runden schaffte, war ja schon ein Großer.

Pünktlich gegen 14 Uhr gab der mehrfache deutsche Meister und Hindernisläufer Filmon Ghirmai den Startschuss. Den Regeln gemäß rannten zuerst die Frauen einzeln je 1000 Meter, dann folgten die Zweier-Teams, die immer zusammen im Ziel ankommen mussten. Als die Startläuferin für den Post SV Tübingen Sabine Österle, die Siegerin des letztjährigen Nikolauslaufes, von ihrem ersten Kilometer zurückkehrte, floss bereits der Schweiß in Strömen. „Oh je“, schnaufte sie, und legte sich in den Schatten, „und das Ganze noch neun Mal.“

Es gab auch schon einmal mehr Starter

Aber die Veranstalter hatten wie immer alles getan, um den Läufer/innen die Anstrengungen so angenehm wie möglich zu machen. Getränke wurden ausgeschenkt, es gab Bananen und Äpfel, der Rasensprenger auf dem Hauptplatz besprengte die Renner auf Tartanbahnlänge. Und wenn es einem Läufer oder einer Läuferin ganz schlecht ging, dann standen die Massageliegen von Iris Kummetz (Meridian) und ihren Helfer/innen bereit.

Nur 48 Teams waren am Start, so wenig wie selten zuvor. Wolfgang Amann (Post SV), Mitorganisator (und Mitbegründer) des Laufs, hatte dafür eine Erklärung: „Wir haben den Termin schon wieder verschoben. Vor zwei Jahren fand er wegen der Regenkatastrophe im Herbst statt, jetzt kurz vor Pfingsten. Mit einem festen Termin kommen wieder mehr Teams.“ Auf den Bahnen jedenfalls war das Gedränge nicht so groß, wie zu Zeiten, als doppelt so viele Teams am Start waren. Manche Läufer genossen das.

Ruhig zogen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen ihre Runden. „Wir machen das für die Fitness“, erzählt Bernd Gugel, der nach einer Verletzung wieder in Tritt kommen will. Auch die „Zollerburgläufer“ aus Hechingen sind da. „Das ist für uns Training“, sagte Sabine Noll lachend, „hier ist es uns zu flach.“

Erfreulich: Dr. Eberhard Estler, der Arzt vor Ort, wurde nicht sehr gefordert. „Einer kam mit Asthma“, sagte er, „aber das hatten wir schnell wieder.“

So gewann aufs Neue der Titelverteidiger Team Glück in einer ähnlichen Zeit wie im vergangenen Jahr (knapp unter drei Stunden), und die Siegerehrung durch den Direktor des Sportinstituts, Professor Ansgar Thiel, wurde bequem liegend im kühlenden Gras vorgenommen.

06.06.2011 - 08:30 Uhr

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