Geschwister-Scholl-Schule räumt beim Kreisfinale ab
„Jugend trainiert für Olympia“ im Pliezhausener Schönbuchstadion: Bei den 40. Leichtathletik-Kreisfinals des bundesweiten Wettbewerbs maßen sich diese Woche Schüler aus den Kreisen Tübingen und Reutlingen.
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axel habermehl
Hoch hinaus mit antiquierter Technik: In Pliezhausen galt wieder einmal das Prinzip höher, weiter, schneller. Bild: Franke
Pliezhausen. Über 3000 Kinder und Jugendliche aus 86 Schulen bevölkerten in den vergangenen Tagen das Schönbuchstadion. Nachdem am Dienstag und Mittwoch die Grund-, Haupt- und Werkrealschüler gegeneinander angetreten waren, ermittelten gestern Realschüler und Gymnasiasten die besten Leichtathleten der Jahrgänge 1996 und jünger. Die Schüler der Klassen zehn aufwärts sind nächste Woche dran. Jede Mannschaft umfasst zwölf Athleten, jeder Teilnehmer darf in bis zu drei Konkurrenzen starten.
„Gott sei Dank ist es heute nicht so heiß“, sagt Karl Tiefenbach. Der Metzinger Sportlehrer, der zum Organisationsteam der Wettkämpfe gehört, ist sichtlich erleichtert. Die Hitze ist vorbei, am Donnerstag herrschen angenehme 20 Grad. „Perfektes Leichtathletikwetter“, findet auch Frank Ortner vom Tübinger Uhland-Gymnasium. Er ist zusammen mit fünf Kollegen und 36 Schülern nach Pliezhausen gekommen. „Wir sind nur Underdog – aber mit Ambitionen“, sagt Ortner. Immerhin, einen zweiten Platz beim Kugelstoßen (Robert Faul, 11,63 Meter) holen die Uhland-Schüler.
Bei der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) sind die Erwartungen höher, das Gymnasium hat einen Sport-Schwerpunkt: „Für uns ist es schon wichtig, gut abzuschneiden. Wir sind schließlich Partnerschule des Sports“, erklärt Lehrerin Wibke Hachenberg. Trotzdem seien die Ansprüche nicht allzu groß gewesen. „Wir haben nur zwei echte Leichtathleten dabei“, sagt sie.
Trotzdem: Die GSS gewinnt mit 23 718 Punkten den Wanderpokal der Gymnasien. Vor allem die GSS-Mädchen sind erfolgreich. In beiden Altersklassen belegen sie am Ende den ersten Platz. Die Jungs der Jahrgänge 1996-99 werden Zweiter und müssen sich nur knapp den Dietrich-Bonhoefer-Gymnasiasten aus Metzingen geschlagen geben.
Die haben einen künftigen Top-Athleten in ihren Reihen. Der 14-jährige Marian Spannowsky ist württembergischer Meister im Kugelstoßen und außerdem jüngst mit der TuS-Metzingen Württembergischer Handball-Meister geworden, gewinnt im Weitsprung (5,80 Meter) und beim Kugelstoßen (4 Kilo – 14,48 Meter). Im Ballwerfen (200 Gramm) wird er Zweiter mit 72,50 Metern.
Auf die Sieger wartet nun das Landesfinale in Brackenheim. Ein GSS-Team wurde dort im letzten Jahr Zweiter und verpasste so nur knapp das Bundesfinale in Berlin.