Filmon Ghirmai läuft bei der Cross-EM auf Platz 41
Nicht ganz zufrieden war Filmon Ghirmai mit seinem 41. Platz bei der Cross-EM im slowenischen Velenje.
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bernhard schmidt
Filmon Ghirmai (hier im Ziel des Tübinger Stadtlaufs) sieht sich auf dem Weg nach Olympia 2012 in London auf dem richtigen Weg. Archivbild: Ulmer
Velenje/Tübingen. „Das war okay, aber auch nicht mehr“, urteilte der Langstreckler der LAV Tübingen und mehrfache Deutsche Meister über seinen 41. Platz. In 30:26 Minuten hatte er die nicht ganz zehn Kilometer lange Geländestrecke bewältigt. Damit war Filmon Ghirmai auf festem, griffigen Geläuf gut eine Minute langsamer als der Sieger, der für Belgien startende Äthiopier Atelaw Bekele. Der 32-jährige Tübinger war drittbester Deutscher, kam nur eine Sekunde hinter Julian Flügel und zehn Sekunden hinter Steffen Uliczka ins Ziel und trug zum achten Platz des DLV-Teams in der Gesamtwertung bei. Für den erst im Nachhinein nominierten Läufer eine Genugtuung: „Ich bin bei den besten Deutschen dabei.“
Eine noch bessere Platzierung hatte Ghirmai schon im ersten Renndrittel verspielt. „Ich bin zu defensiv losgelaufen“, ärgert er sich rückblickend. Von der fünftletzten Position (unter 80 Startern) musste Ghirmai eine lange Aufholjagd starten – im Crosslauf kein leichtes Unterfangen.
„Ich bin halt kein Cross-Spezialist“, räumt Ghirmai ein, „so gesehen kann ich mit Platz 41 noch zufrieden sein.“ Mit Blick auf die kommende Freiluftsaison mit dem Höhepunkt Olympia in London sei der Vergleich mit den europäischen Topläufern von 1500 bis 10 000 Meter genau das Richtige gewesen.
Ghirmai, der sich ganz auf seinen Sport konzentriert, wird auch in den Weihnachtsferien intensiv trainieren, zu Jahresbeginn ins Trainingslager nach Spanien gehen. Dann will er einige Hallenrennen bestreiten. „Danach wird’s richtig ernst“, sagt Ghirmai, „jetzt muss ich nur aufpassen, dass ich nicht zu früh mein Pulver verschieße.“