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Vor den Kopf gestoßen vom Verband

Filmon Ghirmai fährt nicht zur EM

Tübingen. Vor den Kopf gestoßen vom Verband: Der Tübinger Läufer Filmon Ghirmai rätselt, warum er nicht nominiert wurde für die Cross-Europameisterschaft am 11. Dezember im slowenischen Velenje. „Ich bin felsenfest davon ausgegangen, dass ich dabei bin“, sagte der 32-Jährige.

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Der Deutsche Leichtathletik-Verband schickt ein komplettes Männer-Team, also sechs Läufer – nur Ghirmais Name fehlt in der gestern veröffentlichten Liste. Dabei war der Tübinger beim Darmstadt-Cross, das im Vorfeld als Nominierungs-Rennen galt, bester Deutscher geworden, nur ein Kenianer rannte schneller.

Besonders bitter: Auf Ghirmais Anfrage, ob noch weitere Leistungsnachweise nötig seien, reagierte der Verband bis heute nicht. „Keiner hat mit mir gesprochen“, sagt der mehrfache deutsche Hindernis-Meister und kritisiert schlechte Kommunikation im Verband. „Für mich hat das mit Hochleistungssport nichts zu tun“, sagte Ghirmai, „der DLV muss doch das stärkste Team schicken“. Im Aufgebot stehen jedoch einige Läufer, die Ghirmai in Darmstadt klar distanziert hatte.

Nach seinem Höhentrainingslager in Afrika war der 32-Jährige hochmotiviert ins Lauf-Jahr gestartet, muss diesen Rückschlag nun erstmal verdauen. „Das nimmt einem schon die Lust am Laufen“, sagte Ghirmai. Schon im vergangenen Sommer war der Tübinger vor der Europameisterschaft in Barcelona ausgebootet worden: Damals hatte Ghirmai die Qualifikations-Zeit über 10 000 Meter erreicht und wurde trotzdem nicht nominiert, weil der Verband ein weiteres Ausscheidungsrennen forderte.

Immerhin ist die LAV Tübingen am 11. Dezember im Rennen der U 23 mit einem Duo vertreten: Michael Schramm und Timo Göhler wurden für die EM nominiert.

hdl

30.11.2011 - 18:51 Uhr | geändert: 30.11.2011 - 18:53 Uhr

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