Tübingen. Die Kenianer dominierten beim 18. Tübinger Stadtlauf. Bei den Frauen gewann Eunice Chebibii, bei den Männern Elisha Kipchichir Rottich. Die besten Tübinger waren Sabine Oesterle (7. Platz) und Arne Gabius (3. Platz). Auf der Pressekonferenz vor den beiden Hauptläufen hatte der LAV-Vorsitzende Eugen Höschele eine gute Nachricht für alle Stadtlauf-Freunde: Den Lauf wird es auch im kommenden Jahr geben.
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Manfred Hantke
Das Regenwetter am Sonntagvormittag hielt doch viele Schaulustige von den Tübinger Gassen und Straßen fern. Einige Tausende kamen dann doch zusammen, spannten zunächst ihren Regenschirm auf oder zogen sich die Kapuze auf den Kopf. Doch nahezu pünktlich zum Start des ersten Hauptlaufs um 12.15 Uhr hörte der Regen auf. Nur einzelne Tropfen fielen gelegentlich vom Himmel. Bestes Laufwetter also, nur der Boden war hier und da ein wenig rutschig.
Bei den Frauen lieferten sich einen packenden Endspurt die Kenianerin Eunice Chebibii und Elenas Zadorozhnaja. Chebibii war eine Sekunde schneller und siegte mit 24:36 Minuten. Auf den dritten Platz kam Simret Restle aus Kassel (25:07), Vierte wurde Verena Dreier mit 25:43 vor Ednah Kimaivo (25:52). Auf den sechsten Platz lief Ulrike Maisch (1. LAV Rostock) mit 26:52. Beste Tübingerin wurde Sabine Oesterle, sie lief die drei Runden in 26:58 Minuten. Hinter Ingalena Heuck (27:08) kam Katharina Becker (27:30) auf Platz 9, Zehnte wurde Hannah Arndt (27:40 Minuten).
Packendes Finish zwischen Eunice Chebibii (rechts) und Elena Zadorozhnaja.Hantke
Rund 15 Meter Vorsprung hatte der Kenianer Elisha Kipchichir Rottich (21:01) vor dem Zweitplatzierten Bernhard Lagat (21:08). Lagat kam erst heute früh aus London und meldete sich noch für den Stadtlauf an. Auf den dritten Platz kam der Tübinger Arne Gabius (21:15), zeitgleich mit Isaac Songok. Patrick Kimeli aus Kenia wurde Fünfter (21:20) vor Edwin Kiprop Korir (21:22) und Clement Kimutai Kemboi (21:28). Philip Kiptoo (21:48) kam auf den achten, Christian Glatting (22:13) auf den neunten Platz. Zehnter wurde Pu blikumsliebling Filmon Ghirmai (22:47).
Auch im kommenden jahr wird's wieder einen Stadtlauf geben. Das versprach der LAV-Vorsitzende Eugen Höschele auf der Pressekonferenz vor den beiden Hauptläufen. Wie mehrfach berichtet, wollen die beiden Organisatoren Frieder Wenk und Gabriele Ulrich die Verantwortung nach 18 Jahren abgeben. Derzeit sei man dabei, ein Dreierteam zusammenzustellen, so Höschele. Er wollte jedoch weder Namen noch eine Gruppe nennen. Nur soviel: "Wir wollen und werden den Stadtlauf fortsetzen."
Wie er sich dann am 16. September 2012 finanziert, welche organisatorischen Änderungen es womöglich geben wird, ließ der Vorsitzende offen. Es soll aber "alles solide und seriös auf die Beine" gestellt werden, so Höschele.
Rund 15 Meter Vorsprung hatte der Kenianer Elisha Kipchichir vor dem US-Amerikaner Bernard Lagat, der sich erst am Sonntagmorgen für den Tübinger Stadtlauf angemeldet hatte.Hantke
Zuvor ließen Zinser-Geschäftsführer Karl-Frieder Graul, Erster Bürgermeister Michael Lucke, Isabelle Baumann, Roland Steck und Frieder Weng die 18 Stadtlaufjahre kurz Revue passieren, dankten allen, die sportlich und finanziell stets zum Gelingen des Tübinger Events beigetragen hatten und blickten doch recht zuversichtlich nach vorn.
Finanzbürgermeister Lucke sagte, die Stadt sei "gerne mit Rat und Tat dabei", aber nicht beim Geld. Er wisse jedoch, dass es eine Handvoll Menschen und Institutionen in Tübingen gebe, die bereit wären, das zu machen. Auch wenn viele kleine Beträge zusammenkommen, ergäben sie ja vielleicht einen großen Betrag.
Eine ausführliche Berichterstattung über den Tübinger Stadtlauf lesen Sie am Montag im TAGBLATT.