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Medaillien im Mehrkampf

Bronze für LAV Tübingen, Silber für LG Schönbuch

Das Unternehmen Titelverteidigung hat für die Männer der LAV Asics Tübingen bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten auf Rang drei geendet. Silber gewannen die A-Jungen der LG Schönbuch, ebenfalls Bronze gab es für die A-Mädchen der LAV Tübingen.

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Thomas de Marco
Freude bei den A-Jugendlichen der LG Schönbuch über Mehrkampf-Silber in der Mannschaftswertung: ... Freude bei den A-Jugendlichen der LG Schönbuch über Mehrkampf-Silber in der Mannschaftswertung: (von links) Philip Bonnaire, Trainer Philipp Schneider, Vincent Schneider und Johannes Hirneth.

Vaterstetten. Nach einem überragenden ersten Tag zeigten sich die LAV-Zehnkämpfer von ihrer besten Seite. Trotz eines Temperatursturzes über Nacht auf nur neun Grad und Dauerregen setzte sich Johannes Waidelich von der LAV in der Einzelwertung an die Spitze und auch das Team belegte Platz eins. Allerdings bereitete die schon seit längerem entzündete Patellasehne vom sonst immer für 7000 Punkte guten Philipp Schellhorn Sorgen.

Als dann blauer Himmel an Tag zwei über Vaterstetten lachte und deutlich wärmere Temperaturen gemessen wurden, wirkten die Tübinger wie gehemmt. Schellhorn quälte sich zu für ihn indiskutablen 6305 Punkten, womit er sogar aus der Teamwertung herausfiel – nur die drei punktbesten Starter eines Vereins werden gezählt.

Als auch noch Junior Nils Merten beim Einwerfen des Speerwerfens umgeknickt war und nur noch einen Standwurf absolvieren konnte, war die Team-Goldmedaille außer Reichweite. Mit getaptem Fuß reichte es für Merten dann im abschließenden 1500-Meter-Lauf nur zu einer sehr mäßigen Zeit. Weil auch Johannes Waidelich im Speerwerfen patzte, schrammten die Tübinger Mehrkampf-Männer mit 19 943 Punkten knapp an Silber vorbei. Sieger wurde die LG Regensburg (20 715) vor LC Paderborn (19 995).

Im Einzel wurde Waidelich Achter (6798 Punkte), Nils Merten (6686) Fünfter bei den Junioren und Leon Brendel (6459) Elfter bei den Junioren. Thorsten Bertsch (6323) landete einen Rang dahinter, Schellhorn (6305) wurde Dreizehnter.

Gute Leistungen bei schlechtem Wetter, schlechte Leistungen bei gutem Wetter: Die Zehnkämpfer der ... Gute Leistungen bei schlechtem Wetter, schlechte Leistungen bei gutem Wetter: Die Zehnkämpfer der LAV Tübingen mit Johannes Waidelich (links), Nils Merten (Mitte) und Thorsten Bertsch (rechts) haben ihren Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften nicht wiederholen können.Bild: Kiefner

Die zweite Bronze-Medaille für die LAV Tübingen holte dann noch das Team der A-Mädchen im Siebenkampf mit Ramona Pitan (Achte in der Einzelwertung/4707 Punkte), Isabel Mayer (15./4446) sowie Verena Tobis (31./3705). Bei den Juniorinnen kam Johanna Merkle (4278) von der LAV auf den 14. Platz der Einzelwertung.

„Unter die Top 5, bei optimalem Verlauf sogar Edelmetall“ – mit dieser Vorgabe hatte Trainer Philipp Schneider die A-Jugendlichen Zehnkämpfer der LG Schönbuch in Vaterstetten losgeschickt.

Trotz der schlechten Wetterbedingungen starteten die drei „LG-Bären“ ordentlich und eroberten rasch den zweiten Platz in der Mannschaftswertung. Mit 1,90 Meter im Hochsprung sorgte Vincent Schneider für die zweitbeste Tagesleistung.

Eine leichte Verletzung beim Weitsprung behinderte Philip Bonnaire zunehmend, nur unter Schmerzen quälte er sich über die 400 Meter – normalerweise seine Paradedisziplin. Eine Fortsetzung des Wettkampfes und damit die Teamwertung waren fraglich. Entsprechend gedämpft war die Stimmung am Abend des ersten Tages.

Auch die LG-Jungen starteten am zweiten Tag verhalten über die 110 Meter Hürden und im Diskusring. Lediglich Johannes Hirneth sorgte mit einer persönlichen Bestleistung von 35,76 Meter für einen Lichtblick. Der Vorsprung auf den Dritten LG Rhein-Wied schmolz schließlich auf 300 Punkte.

Beim Stabhochsprung kam dann die Wende: Angefeuert von dem mitgereisten Fanclub rafften sich die drei LG-Bären zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit zweimal 3,80 Meter und einmal 3,90 Meter auf. Bonnaire stellte mit einer Energieleistung auch noch eine persönliche Bestleistung auf. Nach durchweg guten Resultaten im Speerwurf gingen die LG-Athleten den abschließenden Lauf über 1500 Meter einigermaßen entspannt an.

„Am Anfang bloß nicht überpacen!“, hatte Trainer Schneider seine Athleten gewarnt – und die hielten sich auch daran. Am Ende betrug der Vorsprung auf Platz drei mehr als 600 Punkte, nur der SSV Ulm war besser. Geschafft, aber stolz, strahlten die drei Pliezhäuser Eigengewächse mit ihren Silber-Medaillen um die Wette. Trainer Schneider genoss die stressfreien Minuten: „Dank unserer mannschaftlichen Geschlossenheit haben wir unser Saisonziel mehr als erfüllt!“

30.08.2011 - 08:30 Uhr

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