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Zum Geburtstag einen Sieg

Beim Pfaffenberglauf gibt’s gleich zwei erste Plätze

Es gab einen Sieger, den man beim diesjährigen Oberndorfer Pfaffenberglauf erwarten durfte – zumindest einen von den beiden. Denn Daniel Kittel (LAV Asics Tübingen) musste sich den Sieg am vergangenen Samstag mit Manuel Brunnenmiller (SV Wendelsheim) teilen.

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Werner bauknecht
Schon früh hatte sich beim Pfaffenberglauf das Starterfeld sortiert und hatten sich die Favoriten ... Schon früh hatte sich beim Pfaffenberglauf das Starterfeld sortiert und hatten sich die Favoriten in Stellung gebracht. Vorjahressieger Daniel Kittel (Startnummer 893) lief am Ende gemeinsam mit dem am Renntag 19 Jahre alt gewordenen Manuel Brunnenmiller (907). Bild: Franke

Oberndorf. Es war eine der langsamsten Siegerzeiten bislang – 24:47 Minuten benötigten die beiden für die 6,7 Kilometer – obwohl Temperaturen und Untergrund höchst läuferfreundlich waren. Die Regengüsse der vergangenen Tage hatten der Piste nichts anhaben können. Umso bedauerlicher, dass mit 60 Startern/innen sechs weniger als im vergangenen Jahr für den Hauptlauf gemeldet hatten.

Der Oberndorfer Lauf ist zwar klein, aber fein. Und sehr familiär. Im Ziel gibt es liebevoll geschnittene Melonenstücke und Äpfel. Die Organisation verläuft reibungslos und die Siergerehrung finden zeitnah zum Rennen statt.

Oberndorfs Ortsvorsteher Karl Schneck startete das Rennen pünktlich, moderierte dann vom Traktoranhänger herab den Verlauf. Immer informiert von den Streckenposten, gab er die Zwischenstände durch, was an die Radiomoderation an einem Bundesligasamstag erinnerte.

Die so informierten Zuschauer wussten, dass sich das Rennen zwischen Kittel und Brunnenmiller entscheiden würde. Beide hatten sich in der Führung abgewechselt. Als Schneck sie dann den Zielhang herabrasen sah, kündigte er einen interessanten Zweikampf an. Leider kam es nicht dazu. Der Gewinner wurde nicht ausgesprintet. Beide liefen, zur Enttäuschung vielen Zuschauer, Hand in Hand über die Ziellinie.

Manuel Brunnenmiller ist ein 19-jähriger Fußballer aus Wendelsheim, der nach eigener Aussage „eigentlich nie Laufen trainiert“. Er nahm zwar schon mal am Schülerlauf teil, aber das war es auch schon. Dennoch: Vor dem Rennen hatte er sich einen Platz unter den ersten drei vorgenommen. Als sein Geburtstagsgeschenk, sozusagen – denn er feierte am Samstag seinen Neunzehnten.

Kittel war zufrieden mit dem Ergebnis. „Ich genieße den Oberndorfer Lauf immer, ich komme gern her. Das Familiäre hier gefällt mir.“

Auch dieses Jahr verlangte den Läufern/innen das Auf und Ab der Strecke alles ab. Am Schlussteil, wenn ohnehin die Kräfte nachlassen, steigt die Schleife noch einmal sanft an. „Des isch so hälinga steil“, wie Günther Lang von der IGL Reutlingen erkannte.

Das Frauenrennen entschied Franzi Pfeiffer (SV Oberndorf) deutlich für sich. Vom Start weg rannte sie vorneweg und brachte das Rennen mit großartigen 27:48 Minuten als Gesamtsiebte ins Ziel. Ihr Vorsprung auf Susanne Krauss (SV Weilheim) betrug fast fünf Minuten.

Beim Schülerlauf, den Chrisoph Hartmann (Paul-Klee-Runners) gewann, kamen 22 Teilnehmer ins Ziel, bei den Zwergen 29 und bei den Walkern waren es 13.

Kurt Glocker, Organisationsleiter des Laufs, nahm die leicht zurückgegangene Teilnehmerzahlen locker: „Zumindest dauert die Auswertung nicht lange.“ Und Ortsvorsteher Schneck scherzte: „Wenn der Tübinger Stadtlauf wegfällt, kommen endlich die ganzen Läufer zu uns.“

Der Tagessieger Brunnenmiller jedenfalls wird die Sportart nicht wechseln. „Ich bin Fußballer, und das bleibe ich auch.“

18.07.2011 - 08:30 Uhr

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