Langstreckler Arne Gabius, Serienmeister und Aushängeschild der LAV Asics Tübingen, hat Rückenwind: In Rhede lief er eine klasse Zeit, in Heusden könnte er am Samstag die WM-Norm knacken.
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bernhard schmidt
Am Samstag muss in Heusden für Arne Gabius möglichst alles passen. Bild: Ulmer
Tübingen. Arne Gabius fühlt sich derzeit bestens, vergessen die Rennen im Juni: Beim Meeting im spanischen Huelva musste er über 5000 Meter aufgeben, bei der Team-EM kam er in 14:01,88 Minuten nur auf den 10. Platz. Doch schon die 7:58,85 von Rehlingen über 3000 Meter signalisierten Besserung, spätestens nach der Zeit von 7:50,18 Minuten am Freitag in Rhede über die gleiche Distanz – nur vier Sekunden fehlten zur persönlichen Bestzeit – war die Welt wieder in Ordnung.
„Jetzt ist die WM-Norm wieder in Reichweite“, sagt der sichtlich erleichterte deutsche 5000-Meter-Serienmeister nach dem Training am Dienstag im SV 03-Stadion. Das Meeting im belgischen Heusden-Zolder am Samstag bietet eine der ganz wenigen Gelegenheiten, die B-Norm für die am 26. August beginnende Weltmeisterschaft im südkoreanischen Daegoo in Angriff zu nehmen.
Heusden ist für den 30-jährigen Langstreckler, trainiert von Olympiasieger Dieter Baumann, eigentlich ein gutes Pflaster: Dort ist Gabius 2008 über 5000 Meter mit 13:26 Minuten Bestzeit gelaufen. Im A-Lauf werden die Afrikaner auf der bekannt schnellen Bahn von Heusden Zeiten unter 13 Minuten ins Visier nehmen, im B-Lauf werden Gabius, weitere Europäer und einige US-Amerikaner ihr eigenes Rennen aufziehen. Um in Südkorea dabei sein zu können, müsste der Tübinger seine Bestmarke um drei Sekunden unterbieten. In Heusden steht Gabius schon ganz schön unter Druck, denn bei der DM eine Woche später in Kassel, wo vermutlich taktisch gelaufen wird, ist eine Quali-Zeit so gut wie ausgeschlossen – und danach drohen Gabius die Wettkämpfe auszugehen.