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Pfaffenbergpokal bis zuletzt spannend

Wendelsheim schlägt im Finale die SG Poltringen/Pfäffingen

Im Finale des Pfaffenbergpokals auf dem Wurmlinger Sportplatz schien gestern alles auf eine Verlängerung hinzudeuten. In der vorletzten Minute erzielte Thilo Stopper den Siegtreffer für den SV Wendelsheim.

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Michael Sturm

Wurmlingen. Die Spieler beider Finalisten schienen sich größtenteils bereits auf zusätzliche 15 Spielminuten eingestellt zu haben. Zumindest ging es den Abwehrspielern der SG Poltringen/Pfäffingen in der vorletzten Minute des Endspiels so: Ein schlampiges Abspiel wurde von den Wendelsheimern abgefangen. Ein Steilpass in die Gasse auf Thilo Stopper, dieser ließ dem aufmerksamen Bugra Erkan im Kasten der SGPP keine Chance.

Und wieder trifft Thilo Stopper (rechts) für den SV Wendelsheim. Hier erzielt der ... Und wieder trifft Thilo Stopper (rechts) für den SV Wendelsheim. Hier erzielt der Torschützenkönig des Pfaffenbergpokals das entscheidende 2:1 im Endspiel – keine Chance für Torwart Bugra Erkan (Poltringen/Pfäffingen).Bild: Ulmer

Auch wenn der Treffer so knapp vor Endspielende fiel, waren die Wendelsheimer das bessere Team. Darüber hinaus hatten sie dem Turnier ihren Stempel aufgedrückt. Spielertrainer Patrik Bölzle, der im Tor aushelfen musste, freute sich: „Immer wieder haben Zuschauer gesagt, dass es gut aussieht, wie wir spielen.“ In Stopper hatten sie den überragenden Torschützen in ihren Reihen – fünf Mal traf der Wendelsheimer während des Turniers. Im Endspiel waren es zwei Stopper-Treffer: Die SVW-Führung nach zehn Minuten ging auch auf sein Konto. Bedri Mulaj glich kurz vor der Pause für die SGPP aus.

Pfäffinger und Poltringer sind zusammen gewachsen, alte Rivalitäten wurden begraben: „Selbst die Älteren sind beieinander gestanden“, beobachtete ASV-Abteilungsleiter Max Winck. Doch die Altvorderen hatten ihre eigene Sichtweise: „Auf, Ihr Gelbe“, rief Schorsch Thiedemann aus Poltringen und meinte die frühere Trikotfarbe beider Vereine. Die Feldspieler der SGPP waren allerdings komplett in grau gekleidet.

Diese Farbe verschwand endgültig vom Himmel, als Referee Volker Wezel das Endspiel anpfiff: „In Wurmlingen strahlt halt immer die Sonne“, kommentierte Benjamin Neumeier, Abteilungsleiter des SV Wurmlingen leicht übertreibend. So waren am Sonntag über 350 Zuschauer da. Die Aktiven des SVW, die auf ein paar verletzte Spieler verzichten mussten, konzentrierten sich darauf, ein gutes Turnier zu organisieren. Dazu hatten sie die lang dauernde Hochzeitsfeier von Alexander „Killer“ Märkle zu verdauen. Angesichts dieser Umstände zeigte sich Trainer Jörn Schmiedel zufrieden mit dem 3:0-Sieg seiner Elf gegen den SV Unterjesingen im Spiel um Platz fünf.

Das Spiel um den dritten Platz gewann die TGV Entringen mit 1:0 gegen den SV Oberndorf. Der TGV war zum ersten Mal als Gastmannschaft dabei – auf Betreiben der SG Poltringen/Pfäffingen, durch deren Zusammengehen eine Mannschaft weniger auf dem Tableau gestanden hätte. „Es lag für uns nahe, die Entringer zu fragen“, so der Pfäffinger Max Winck. Alle Beteiligten waren sich im Vorfeld einig, dass es bei sechs Mannschaften bleiben sollte, um den Modus von zwei Dreiergruppen beizubehalten. Dazu, so der Wurmlinger Benjamin Neumeier, „wollten wir den Finalcharakter am Sonntag bewahren.“

Den Wurmlingern blieb übrigens der Triumph bei den Alten Herren: Sie hielten den SV Poltringen im Endspiel mit 2:0 nieder. Mit einem 1:0 über den Unterjesingen holte Wendelsheim Platz drei. Fünfter wurde Oberndorf vor Pfäffingen.

06.08.2012 - 08:30 Uhr

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