Der erneute Wintereinbruch könnte in der Fußball-Bezirksliga am Wochenende zu einigen Spielausfällen führen. Beim SSC Tübingen kündigte Trainer Uwe Freund seinen Rückzug zum Saisonende an.
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Michael Sturm
Nur eine Saison Holderfeld: Uwe Freund verlässt den SSC Tübingen. Bild: Ulmer
Kreis Tübingen. Die Ära Uwe Freund beim SSC Tübingen geht nach nur einem Jahr zu Ende. Man habe sich bei einem Gespräch einvernehmlich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zum Saisonende zu beenden, sagte Abteilungsleiter Salim Cetinkaya. „In zwei Wochen werden wir den Nachfolger präsentieren“, sagte Cetinkaya.
Freund selbst hält sich bedeckt: „Die Entscheidung steht seit Ende Januar. Wir haben uns zusammen gesetzt – mehr möchte ich nicht dazu sagen.“ Ob er in der nächsten Saison wieder einen Club übernähme „muss man sehen, das weiß ich noch nicht. Vielleicht, wenn ein interessantes Angebot kommt.“ Am Sonntag spielt der SSC beim TSV Dettingen/Erms.
Am Wochenende wir es wohl einige Spielausfälle geben: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir gegen Rübgarten spielen können. Unter dem Neuschnee ist unser Platz gefroren“, meint Peter Slavic, Trainer des TB Kirchentellinsfurt. Er vermutet, Staffelleiter Kurt Kuschel werde bis zum Sonntag abwarten, er selbst sei jedoch für eine rechtzeitigere Absage. Die TBK-Kicker, sagt Slavic, bevorzugten Spiele unter der Woche, wenn es wärmer ist: „Dann wird einmal weniger trainiert.“
Ihre Auswärtspartie in Glems ist stark gefährdet – da bleibt für den FC Rottenburg das Spiel vor einer Woche noch ein Thema: Mit kurzärmligen Trikots bei Minusgraden und voller Adrenalin hatten die FCR‘ler den SSV Reutlingen II überrollt, ehe das Spiel in die Pause ging. Und das, obwohl Ender Akkus die rote Karte sah, weil sich der Schiedsrichter von ihm geschubst fühlte. In der zweiten Hälfte aber holte der SSV auf und brachte dem FC die erste Niederlage bei. „Ender ist ziemlich niedergeschlagen“, berichtet Coach Martin Wagner. Er befürchtet, dass Akkus, der bis zum Platzverweis stark gespielt habe, lange gesperrt wird. „Er ist ein Heißsporn, das ist seine Mentalität“, meint Wagner, „aber Fußball lebt von Emotionen.“ Wagner erzählt, er habe nach dem Spiel seinen Co-Trainer Bernd Schelling gefragt, ob er die Mannschaft zu heiß gemacht habe – „Bernd hat nur gegrinst.“ Dem unglücklichen Akkus empfiehlt der FC-Trainer jedenfalls, dem Schiedsrichter höchstens noch auf die Schulter zu klopfen, wenn das Spiel aus sei.
Bei der Spvgg Mössingen soll es hinter den Kulissen ordentlich gekracht haben. Spielertrainer Bernd Bauer wiegelt ab: „Das Thema Hüseyin Isgören ist zu sehr hochgekocht worden. Ich würde mich wundern, wenn er am Wochenende nicht im Kader wäre.“ Arthur Kopp sei tatsächlich nicht mehr dabei, von einer Suspendierung Isgörens könne aber keine Rede sein. Allerdings „wird immer der spielen, der Leistung bringt.“
Bauer verlagert das Gespräch in Richtung Kickplatz: „Wir wollen wieder spielen“, sagt er im Hinblick auf die anstehende Partie in Pfrondorf. Natürlich werde er sich mit Neuzugang Vincent Meissner besprechen, der vom SVP ins Steinlachtal wechselte. Eines vorweg: „Wir müssen in den Zweikämpfen präsent sein. Im Hinspiel haben wir zwei Punkte verschenkt“, sagt Bauer
SV 03 – Derendingen: Beide Trainer haben den Schnee satt
Erneuter Wintereinbruch vor dem Stadtderby, in dem es für beide um den Verbleib unter den ersten Fünf geht. SV 03-Coach Steve Trevallion: „Wir sind mindestens so gut wie der TVD – aber die haben drei Punkte mehr.“ Diesen Abstand wolle man schließen. Esad Huskic und Nadeem Ahmed sind angeschlagen. Es fehlen Enzo Spataro, Andy Karrer (beide verletzt) und Patrick Ohlbrock (Studium). Trevallion hofft ebenso wie sein Gegenüber vom TVD, Uwe Sailer, dass der vom Wetter beeinträchtigte Spielbetrieb endlich wieder richtig in Gang kommt. „Es war zuletzt kaum möglich, dass sich Spieler im Training oder in Testspielen anbieten konnten“, so Sailer. Er erwartet ein kämpferisch geführtes Derby: „Wir setzen, wie immer, auf Offensive.“ Mittelfeldspieler Lorenz Theurer fehlt beruflich.