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Video vom 2:1-Sieg

TSG Tübingen setzt sich gegen Schwenningen durch

Ein Spiel, zwei Gesichter: Die TSG brilliert 45 Minuten lang und wird dann kalt erwischt. Anschließend läuft nicht mehr viel zusammen, ehe Marcelo Rauscher den 2:1-Erfolg über den BSV 07 Schwenningen besiegelt.

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Ibrahim Naber

Tübingen. Die personifizierte Verzweiflung der TSG Tübingen trug den schönen Namen Antonio De Pascalis. Egal was die Tübinger auf dessen Gehäuse abfeuerten, der 41-Jährige Schwenninger Torwart hatte die besseren Antworten:

Flashplayer benötigt.

Oliver Lapaczinski mit einem Kracher aus 16 Metern, De Pascalis hält (30.) Andreas Dominguez frei vor dem Tor, De Pascalis wirft sich in den Schuss (45.). Und schließlich Max Leibfarth mit einem gut getimten Kopfball aus fünf Metern, De Pascalis rettet mit einem sensationellen Reflex (56.).

„Wir hätten zur Halbzeit mindestens 3:0 führen müssen“, merkte TSG-Spielertrainer Michael Frick nach Spielende deshalb zurecht an. Trotzdem waren es gerade die ersten 45 Minuten seines Teams, die Frick glücklich stimmten: „Wir haben in Hälfte eins ein extrem starkes Spiel gemacht. Druckvoll, dynamisch und konsequent – das war guter Fußball.“

Tatsächlich war bei der TSG von breit gemachter Winterstarre zunächst nichts zu erkennen. Tübingen diktierte Hälfte eins eindrucksvoll und überzeugte mit schnellem und flüssigen Kombinationsspiel. Aus ihrem 4-5-1-System stachen vor allem die beiden defensiven Mittelfeldstragen Goran Divljak und Frick heraus, die mit herrlichen Pässen das Offensivspiel gestalteten. Was zum vollkommenen Glück fehlte waren Tore.

Allein der glücklose Dominguez, hätte sich nur mit diesem Spiel wohl an die Spitze der Torjägerliste setzen können.

Unglaublich: Dieser Schuss von Andreas Dominguez geht nicht ins Tor – trotzdem siegte die TSG. ... Unglaublich: Dieser Schuss von Andreas Dominguez geht nicht ins Tor – trotzdem siegte die TSG. Bild: Ulmer

Bezeichnenderweise waren es letztendlich zwei Einzelaktionen, die das Spiel entschieden: Zunächst brachte Frick die TSG mit einem traumhaften Freistoßtreffer in Front (43.), ehe Rauscher mit einem famosen Solo über Linksaußen für die Entscheidung sorgte (81.).

Eine Sache erzürnte Frick trotzdem auch noch nach Spielende: „Der plötzliche Bruch in unserem Spiel ist nicht zu erklären.“Der bis dato hinten anfällige und vorne blasse BSV erspielte sich im zweiten Abschnitt Feldvorteile. Zwar fiel der Ausgleich durch Vitali Heinrich wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wie aus dem Nichts, doch auch in der Folge präsentierte sich Schwenningen, wie ausgewechselt und war ein ebenbürtiger Gegner.

Insgesamt ist der Tübinger Sieg, der sechste Landesliga-Erfolg in Serie, auf Grund der starken ersten Hälfte trotz allem verdient.

Bereits nächste Woche muss die TSG mit dem Gastspiel bei der TuS Metzingen die nächste schwierige Hürde nehmen: „Wir haben im Hinspiel gesehen, was Metzingen kann. Wir sind gewarnt.“

Das Spiel am Samstag leitete übrigens der erst 18-Jährige Referee Lukas Graeser-Herbstreuth. Obwohl nicht einmal halb so alt wie etwa Keeper De Pascalis, gab er auf seinem Gebiet eine ähnlich starke Figur ab und überzeugte mit seiner ruhigen aber klaren Linie. Er genieße trotz des Alters Respekt, sagte der Schiedrichter: „Ich werde selbst von den älteren Spielern geachtet, auch wenn ich erst 18 Jahre alt bin.“

TSG Tübingen: Wagner, Scholpp, Rauscher, Knoll, Müller, Frick, Dominguez (46.Eg gensberger), Divljak (80.Dreger), Daub, Lapaczinski, Leibfarth (87.Thomsen).

Felix Eggensberger gibt sein Debüt im TSG-Dress

Tübingens Wintertransfer Felix Eggensberger (kam vom SSV Rübgarten) absolvierte gegen Schwenningen seine ersten Minuten für die TSG. Zur Halbzeitpause ersetzte er Pechvogel Andreas Dominguez, den Frick nach etlichen vergebenen Chancen „erlösen“ wollte.

Da Eggensberger den Großteil der Vorbereitung verpasst hat, fehlte es ihm noch an der Abstimmung mit den Kollegen.

Trotzdem konnte der Linksaußen, der am kommenden Dienstag 24 Jahre alt wird, in einzelnen Aktionen sein Potenzial andeuten. In der 76.Minute hatte der Zahntechnik-Student nach einem Sprintduell sogar die Führung auf dem Fuß, verpasste aber knapp.

Er zeigte sich trotzdem zufrieden: „Das war ein wichtiger Sieg. Ich möchte nun zügig Stammspieler werden und mit der TSG für Furore sorgen.“

01.03.2010 - 08:30 Uhr
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