Mitte der Woche hat das Präsidium des SSV zusammen mit dem Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, die Insolvenz zu beantragen. „Das war ein schwerer Schritt“, sagt der im November neu gewählte SSV-Präsident Fritjof Eisenlohr, „aber bei den hohen Verbindlichkeiten mussten wir handeln.“
Er sehe nun seine Hauptaufgabe darin, die Jugendarbeit der Fußballer sowie die anderen Abteilungen des Vereins zu retten, erklärt der Präsident. Der SSV wolle die Regionalliga-Saison auf jeden Fall zu Ende spielen, sagt Eisenlohr, „dann wollen wir schuldenfrei in der Oberliga beginnen.“
Fritjof Eisenlohr, Präsident des SSV Reutlingen.Ulmer
Näheres will der Verein am Montag bekannt geben. „Schade, dass unsere Anstrengungen von 2006 nicht den nachhaltigen Erfolg gebracht haben“, sagte der Nehrener Rechtsanwalt Martin Rilling, der vor vier Jahren zusammen mit dem ehemaligen SSV-Geschäftsführer Klaus Weiss und dem damaligen Trainer Peter Starzmann ein Sanierungskonzept erarbeitet hatte.
Der SSV Reutlingen hatte bei seiner Mitgliederversammlung am 30. November des vergangenen Jahres einen Gesamtschuldenstand von 4,066 Millionen Euro bekannt gegeben.
Hiobs-Botschaft für die Fans des SSV Reutlingen.Bleeser
Details zur SSV-Insolvenz lesen Sie am Samstag im TAGBLATT.
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