Mit dem klaren Auftrag Meisterschaft startet Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers in die Rückrunde. Mit dabei: der Ex-Ergenzinger Mahir Savranlioglu. Der 24-Jährige kündigt im TAGBLATT-Interview an, demnächst seinen Vertrag in Degerloch zu verlängern.
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TAGBLATT: Herr Savranlioglu, gestern war Trainingsauftakt bei den Stuttgarter Kickers. Haben Sie zugenommen über die Feiertage?
Mahir Savranlioglu: Nein, ich bin eh so ein Typ, der nicht zunimmt. Ich halte immer mein Gewicht, 73 oder 74 Kilogramm.
Was haben Sie in der Winterpause gemacht?
Nichts großartiges. Wir haben ja einen Plan mit nach Hause bekommen, was wir machen sollen. Laufen gehen, ein bisschen Krafttraining.
Ihre Mannschaft überwintert als Tabellenerster in der Regionalliga. Wie sehen Sie Ihre Bilanz nach der Hinrunde?
Am Anfang hatte ich ein Formtief, drei, vier Spiele lang. Aber dann bin ich gut reingekommen und habe auch immer gespielt.
Sie spielten gegen Ende des Halbjahres im zentralen defensiven Mittelfeld. Dabei pendelten Sie in den vergangenen Jahren meist nur zwischen linker Abwehr- und linker Mittelfeldseite – wie kam’s zu der Umstellung?
Wir spielen ja 4-2-3-1, immer mit einer „Doppelsechs“. Da ist dann mal einer ausgefallen, und der Trainer wusste, dass ich das auch spielen kann – denn zuvor hatte ich auch ein paar Mal schon auf der „Zehn“, im offensiven Mittelfeld, gespielt. Ich habe das dann auch ganz gut gemacht, denke ich, defensiv gut gearbeitet.
Aber Ihre Schnelligkeit können Sie auf dieser Position nicht so gut ausspielen wie auf den Außenbahnen...
Ja, natürlich. Aber wenn es auf der zentralen Position mal einen Zweikampf gibt, wenn einer an dir vorbeiziehen will, ist es auch von Vorteil, dass du schnell bist. Es ist schon eine gute Position, ich bin gut zurechtkommen mit ihr und würde da schon gern weiterspielen.
Was ist der Vorteil gegenüber der Außenposition?
Du hast viel mehr Ballkontakte, hast das Spiel vor dir.
Ausbaufähig ist Ihre Trefferausbeute: null Tore in der vergangenen Saison, null Tore bisher in Ihren 19 Spielen…
(schmunzelt) Ja, ich muss irgendwann mal wieder treffen. Da muss echt was gehen! So lange wir aber gewinnen, ist es mir egal. Aber der Knoten muss schon mal platzen. Ein paar Chancen hatte ich, da ging der Ball dann mit Pech vorbei – so ist das halt.
Die Kickers haben das vergangene Geschäftsjahr mi einem Rekorddefizit abgeschlossen von 627 000 Euro, machen auch keinen Hehl daraus, dass die Dritte Liga schon aus finanziellen Gründen Pflicht sei. Spüren Sie als Spieler die Finanzprobleme des Vereins?
Ich merke da jetzt nichts. Wir haben unsere Verträge, der Verein wird richtig professionell geführt. Das Geld kommt auch immer pünktlich.
Ihre Vertragslaufzeit dauert bis zu Saisonende. Wie geht es für Sie in der kommenden Runde fußballerisch weiter?
Ich werde jetzt wahrscheinlich verlängern, bevor die Rückrunde beginnt. Das ist alles soweit schon besprochen.
Auch bei Nichtaufstieg?
Ja, ich unterschreibe ja für den Verein. Ich fühle mich hier schon wohl. Wieder umzuziehen, darauf habe ich echt keinen Bock mehr! Ich fühle mich hier wohl, bin hier in der Nähe von meinen Freunden, meinen Eltern.