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SV Nehren taumelt ins Ziel

Der Landesliga-Spitzenreiter besiegt den SV Zimmern mit 1:0

Durchatmen in Nehren: Ein unglücklicher Schiedsrichterpfiff kurz vor Schluss hat den Fußball-Landesligisten SV Nehren beim 1:0 über Zimmern vor einem Fehlstart in die Rückrunde bewahrt.

Ibrahim Naber
Holpriger Start, aber der SV Nehren um Pedro Keppler (Mitte) lässt sich von Zimmern nicht ... Holpriger Start, aber der SV Nehren um Pedro Keppler (Mitte) lässt sich von Zimmern nicht aufhalten. Bild: Ulmer

Nehren. Plötzlich war das Spielfeld voll: Zimmerns Trainer Edgar Beck hatte das Sprintduell gegen seine Auswechselspieler gewonnen und schrie seinen gesamten Frust wild gestikulierend Richtung Muhamet Dagistanli. Dieser war Schiedsrichter der Partie – und hatte soeben durch einen folgenschweren Pfiff die Gemüter beim SV Zimmern zum Kochen gebracht.

Auslöser war die letzte Aktion in der 91.Minute gewesen: Zimmerns Jamil Cheaiton spielt trotz eines Fouls einen schönen Steilpass auf Blerim Nuhiji, dieser läuft alleine auf Nehrens Keeper Christoph Schneck zu. Ein langer Pfiff von Dagistanli, ein verzweifelter Blick zurück von Nuhiji – und der Rest sind wilde Proteste auf der Zimmerer Bank. Selbst auf Nehrener Seite kann kaum einer verstehen, warum der Schiedsrichter in dieser Situation auf Foulspiel an Cheaiton entscheidet, anstatt den Vorteil durch Nuhiji abzuwarten.

SVN-Trainer Dietmar Schneider sprach nach Schlusspfiff denn auch von einem „sehr glücklichen Pfiff“ für sein Team. Beck ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das war die spielentscheidende Situation!“

In den 90 Minuten davor war es jedoch der SVN gewesen, der das Geschehen bestimmte. Auf schneebedecktem Untergrund spielte der Tabellenführer von der ersten Minute an druckvoll nach vorne. Nachdem Zimmern zunächst einen Keppler-Kopfball (9.) mit vereinten Kräften von der Linie gekratzt und anschließend Marc Eipper per Freistoß (14.) nur die Latte getroffen hatte, erlöste nach 20 Minuten René Grober den SVN mit einem Abstauber nach Eipper-Freistoß. „Wir haben anschließend verpasst, das zweite Tor nachzulegen“, merkte Stürmer Pedro Keppler nach Spielende zurecht kritisch an.

Nach der Pause gab es lange Zeit wenig Fußball und viel Leerlauf. In den letzten 15 Minuten überschlugen sich die Ereignisse dann: Nehrens Alexander Motzer und Zimmerns Keshnik Hajredini wurden mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, ehe Zimmerns Marius Seemann (81.) aus kurzer Distanz am starken Schneck scheiterte. Schneider war trotz dieser turbulenten Schlussphase mit dem Auftakt in die Rückrunde zufrieden: „Das war das erwartet schwere erste Spiel im neuen Jahr. Insgesamt haben wir uns diesen Sieg aber klar verdient.“

Vor den wichtigen Partien gegen Sindelfingen und Böblingen habe sein Team noch ein Ausrufezeichen setzten können, sagte Schneider und fügte an: „Der Druck lastet jetzt auf unseren Verfolgern.“ Allerdings verletzte sich beim SVN Marc Eipper bei einem Kopfballduell.

SV Nehren: Schneck, Motzer, Keller, Sbordone, Birk, Grober, Braun, Frank (68. Bezirgianidis), Eipper (68. Amann), Raab (90. Bäuerle), Keppler.

08.03.2010 - 08:30 Uhr
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