[X]
 per eMail empfehlen


   

Nach dem Pflichtsieg nun die Kür

Volleyball: TVR will in Berlin da anknüpfen, wo er vor zwei Wochen aufgehört hat

Mit dem Sieg über Gotha im Rücken fahren die Volleyballer des EnBW TV Rottenburg zur Bundesliga-Partie gegen die Recycling Volleys ins ferne Berlin. Von einem Sieg heute über den Dritten mag TVR-Manager Jörg Papenheim nicht sprechen. „Wir wollen aber ein gutes Spiel abliefern.“

Anzeige


bernhard schmidt
Ein gut getarnter Fingerzeig für die Mitspieler: Michael Neumeister kündigt gegen Gotha den ... Ein gut getarnter Fingerzeig für die Mitspieler: Michael Neumeister kündigt gegen Gotha den nächsten Spielzug an. Den Zuspieler des TV Rottenburg hatte der Gegner offensichtlich nicht auf der Rechnung. Bild: Franke

Rottenburg. Die Rottenburger Volleyballer starteten gestern Mittag mit viel Rückenwind in den Nordosten. Der 3:2-Sieg über den Friedrichshafen-Bezwinger Gotha im ersten Spiel der Rückrunde hat die Rottenburger wieder auf Playoff-Kurs gebracht. „Dieser Sieg war hoffentlich der Auftakt zu einer erfolgreicheren Rückrunde“, sagt Papenheim mit Blick auf eine mäßige Hinrunde, geprägt von Personalwechseln und Verletzungen.

Die Ausfälle hatte die Rottenburger vor allem auf den Außenangreiferpositionen geschwächt. Mittlerweile hat Rückkehrer Falko Steinke das Team verstärkt, sind die Verletzten zurück und hat die Mannschaft besser zusammengefunden. „Der Erfolg gegen Gotha war die Pflicht“, sagt Papenheim, „in Berlin folgt nun die Kür. Dort können wir ganz befreit aufspielen.“

Dass TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger wieder aus dem Vollen schöpfen kann, hat noch einen anderen Nebeneffekt: Das Team ist unberechenbarer geworden. Der Trainer kann zwei erstklassige Zuspieler mit unterschiedlichen Qualitäten aufbieten. Gegen Gotha setzte Michael Neumeister nicht nur die Mitspieler gut in Szene, der 26-Jährige war auch im Block stark.

Ausgeschlossen ist indes nicht, dass in der Max-Schmeling-Halle wieder Routinier Gergely Chowanski länger auf dem Spielfeld steht. Für den TVR-Kapitän ist das Gastspiel in Berlin eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit: Beim SCC hatte Chowanski seine ersten sportlichen Erfolge gefeiert. In der Landeshauptstadt wird der gebürtige Ungar seine noch dort lebende Familie und einige alte Freunde treffen.

TVR-Volleyballer zwanzig Stunden auf der Autobahn
Knapp 700 Kilometer legt der Bus mit den Rottenburger Volleyballern und ihrem Betreuerstab zurück, um heute Abend, 19.30 Uhr, bei den Recycling Volleys aus Berlin antreten zu können. Gestern Mittag sind die Rottenburger gestartet und nach gut zehn Stunden in der Bundeshauptstadt angekommen, wo sie ein Hotel bezogen. Gleich nach der heutigen Partie werden sie wieder in den Bus steigen und morgen Früh wieder in Rottenburg ankommen. Eine Flugreise kam nicht infrage – nicht nur wegen des knappen Budgets. „Hinkommen ist noch einfach, für die Nacht nach dem Spiel einen Rückflug zu finden, ist schon schwieriger“, sagt TVR-Manager Jörg Papenheim. Außerdem spare man sich mit dem Bus den komplizierten Transfer vom Flughafen in die Stadt und zurück.
Mark Lebedew, Trainer der Recycling Volleys, warnt vor dem Gegner aus Rottenburg: „Ich erwarte einen hoch motivierten und engagierten Gegner. Der TVR ist dafür bekannt, sehr emotional zu spielen und wird entsprechend auftreten.“


30.12.2011 - 08:30 Uhr | geändert: 30.12.2011 - 08:57 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln (hier klicken)

Anzeige

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion