[X]
 per eMail empfehlen


   

Grandioser Aufwind

Segelfliegen: FSV Tübingen ist erstklassig

Am Sonntag endete das letzte der 19 Wertungswochenenden der Zweiten Segelflug-Bundesliga mit dem großen Erfolg des kleinen Tübinger Vereins FSV – mit dem Aufstieg in die oberste Klasse des Ligawettbewerbs.

Anzeige


 
Gruppenbild mit Fluggerät – das Aufsteiger-Team des FSV Tübingen (von links nach rechts ... Gruppenbild mit Fluggerät – das Aufsteiger-Team des FSV Tübingen (von links nach rechts stehend): Henning Knoppe, Michael Proß, Gerhard Pfeiffer, Jens Tresselt, Peter Nickel, Siegbert Jehle. Knieend: Wenzel Weikert, Uwe Luz, Carolin Preuß, Kevin Jehle. Es fehlen von den Wettbewerbspiloten: Conrad Hartter, Klaus Kalmbach, Dirk Kaltenmark.

Tübingen. Vor Beginn des letzten Saison-Wochenendes sahen die Bedingungen für alle teilnehmenden Piloten sehr ungünstig aus. Der Durchzug einer Kaltfront mit Regen und Gewittern brachte am Samstag den Segelflugpiloten unfliegbare Bedingungen.

Schon am Sonntagmorgen aber zeigte früh auftauchende Quellbewölkung dem Betrachter an, dass dem Segelflug ein Ausnahmetag geschenkt werden würde. Die vom Samstag zurück gebliebene kalte Luft wurde von der noch starken Sonneneinstrahlung schnell erwärmt, was die Piloten als Aufwind bis zu Höhen von über 2000 Meter nutzten.

Der FSV Tübingen startete in diesen Tag mit dem Handicap, dass die bisher stärksten Piloten nicht an den Start gehen konnten, weil sie aus beruflichen und anderen Gründen unabkömmlich waren. Umso mehr war nun der Teamgeist gefragt. Kurze Zeit nach Thermikbeginn waren die Vereinsflugzeuge ohne Ausnahme in der Luft, die vier Einsitzer und die beiden doppelsitzigen Flugzeuge kehrten dann alle nach bis zu fünf Stunden dauerndem motorlosen Flug mit sehr respektablen Ergebnissen auf den Farrenberg zurück. Die Auswertung der Aufzeichnungsgeräte ergab sehr schnell, der absolute Ausnahmeflug war keinem gelungen, aber die geschlossenen Mannschaftsleistung würde ausreichen, den Aufstiegsplatz zu holen.

Die beste Tageswertung für den Verein erzielte Altmeister Peter Nickel mit einem Flug, der ihn in zweieinhalb Stunden vom Farrenberg nach Heidenheim, von dort nach Donaueschingen und wieder zurück brachte. Er bewegte seinen „Standard-Discus“ dabei mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu 90 km/h. Auf einer ähnlichen Strecke mit eher kleinen Abweichungen in Durchschnittstempo und Kilometerleistung bewegten sich auch die Routiniers Gerhard Pfeiffer und Siegbert Jehle. Der Nachwuchs (Kevin Jehle, Wenzel Weikert) musste sich an diesem Tag vereinsintern knapp geschlagen geben.bs

31.08.2011 - 08:30 Uhr
Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion