Schwimmen: Reutlinger-Tübinger Kombination darf auf Klassenverbleib hoffen
Ohrenbetäubender Trommelwirbel im Tübinger Hallenbad Nord, beste Stimmung am Beckenrand: Bei der Vorrunde der Zweiten Bundesliga im Schwimmen ging es hoch her. Am Ende waren die Frauen der SSG Reutlingen-Tübingen zufrieden mit Platz vier.
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In ihrem Element: Maren Reinhardt hat mit den Frauen der SSG Reutlingen-Tübingen beim Vorkampf der Zweiten Bundesliga in Tübingen Platz vier belegt. Bild: Franke
Tübingen. Je sechs Frauen- und Männerteams gingen beim Wettkampf der Zweiten Bundesliga ins Wasser. Dabei mussten die Starter im Tübinger Hallenbad Nord oft minutenlang warten, bis sich das Getöse und Getrommel gelegt hatte. Dann war es ein paar Sekunden lang still, bis erneut der ohrenbetäubende Lärm ausbrach.
Mitten drin die Frauen der SSG Reutlingen-Tübingen, die burgunderrote T-Shirts trugen, wenn sie nicht im Wasser waren. Bei ihrem Heimstart erreichten sie Platz vier mit 20 563 Punkten hinter den Schwergewichten TSV Hohenbrunn-Riemerling (23 340) und SG Stadtwerke München (22 748), die mit insgesamt sechs Schwimmerinnen im Bundeskader oder im Jugend-Nationalteam vertreten sind. Dritter wurde Chemnitz (21 100).
„Wir müssen jetzt noch ein paar Reserven für die Rückrunde mobilisieren, erst dann steht das Endergebnis fest. Die Chancen, in der Zweiten Bundesliga zu bleiben, sind jetzt jedenfalls ganz gut“, sagte SSG-Trainer Steffen Amann. „Insgesamt haben wir ein sehr junges Team. Sechs Schwimmerinnen sind unter 16 Jahre alt. Grace Roberts ist die Jüngste und schwimmt Brust wie ein Fisch. Mit ihren 34,41 Sekunden war sie Drittschnellste auf 50 Meter und über die 100 Metern sogar Zweitschnellste in 1:14,88 Minuten – und das gegen sehr viel ältere Schwimmerinnen“, freute er sich.
Theresa Anna Pfeiffer (Jahrgang 1995) holte mit 3523 die meisten Punkte für die SSG. Die hervorragende Rückenschwimmerin stellte über 100 Meter in 1:04,94 Minuten einen Vereinsrekord auf und wurde Zweite. Bettina Merkle (23) punktete mit 3362 ebenfalls gut. Sie schwamm in 59,81 Sekunden die 100 Meter Kraul erstmals unter einer Minute. „Die Stimmung bei den 100 Meter Kraul-Strecken muss man erlebt haben. Wer sich da nicht motivieren lässt, der muss taub sein!“, sagte die Lehramtsstudentin.
Mattika Fischer (Jahrgang 1991) bescherte der SSG bei ihren fünf Starts ebenfalls reichlich Punkte (3216). Besonders gut war sie über 400 Meter Lagen, welche die SSG-Vereinsmeisterin von 2011 in 5:12,17 Minuten zurücklegte und dafür 643 Punkte gutgeschrieben bekam.dem
SSG-Männer schwimmen auf Aufstiegskurs
Großer Auftritt der Männer von der SSG Reutlingen-Tübingen beim Aufstiegskampf zur Zweiten Liga in Freiburg: Sie holten 21 806 Punkte und waren damit zweitbestes Team hinter SG Regio Freiburg (22 645). „Wir sind hoch motiviert, den Aufstieg beim Rückrundenstart nächstes Wochenende in Freiburg zu besiegeln“, sagt Trainer Nico Moritz. Die meisten Punkte holte bei fünf Starts Leon Fischer mit 3806, gefolgt von Alexander Falk (3376). „Wir sind komplett alle neue Bestzeiten geschwommen. Das hat es noch nie gegeben! Die Stimmung war granatenmäßig!“, freute sich Moritz. Ingmar Rieger und Leon Fischer schafften sogar jeweils Vereinsrekorde: Rieger über 200 Meter Delfin mit 2:10,48 Minuten und Fischer auf der 100-Meter-Rückenstrecke mit 56,28 Sekunden.