Handball: Mössinger Handballer sauer nach dem 27:27 gegen Pfullingen II
Nach dem 27:27 (12:10)-Unentschieden zwischen der Spvgg Mössingen und dem VfL Pfullingen im Abstiegsduell der Handball-Landesliga gab es Diskussionen um einen womöglich entscheidenden Schiedsrichter-Pfiff.
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Nur ein Punkt bei der Premiere der neuen Trikots: Mössingens Landesliga-Handballer mit Raphael Hoch (rechts) bekamen gegen Pfullingen II mit Alexander Schweizer spät den Ausgleich zum 27:27.Bild: Franke
Mössingen. Im zwar emotional und kämpferisch geführten – allerdings meist fairen – Abstiegs-Duell zwischen Mössingen und Pfullingen II kam es kurz vor Schluss zu einer strittigen Szene: Mössingen führte mit 27:26. Dann glich Pfullingen zehn Sekunden vor Schluss aus und die Sportvereinigung wollte mit einem schnellen Anspiel auf das leere Tor der Pfullinger werfen. Doch Pfullingens Steffen König verhinderte mit dem Fuß das Anspiel. Die Konsequenz: Für die taktische Unsportlichkeit gab’s die Rote Karte und zwei Spiele Sperre. Strittig war nun die Frage, ob das Anspiel auf das leere Tor einer klaren Torchance gleichzusetzen, also mit einem Siebenmeter zu ahnden ist. Die Schiedsrichter entschieden sich dagegen, das sahen einige Mössinger anders.
Zum Spielverlauf: Mössingen spielte in der ersten Hälfte überlegen. Bis zum 5:5 war die Partie zwar ausgeglichen, doch dann setzte sich die Sportvereinigung ab. Mössingen spielte sich sauber seine Chancen heraus – Pfullingen trafen häufig nach Einzelaktionen. Über 10:7 kam Pfullingen wieder heran, zur Halbzeit war Mössingen dann mit 12:10 vorne.
In Hälfte zwei führte die Sportvereinigung immer wieder, schaffte es jedoch nicht, sich abzusetzen. Zehn Sekunden vor Ende bestrafte das Pfullingen II mit dem Ausgleich zum 27:27. Die entscheidende Phase aus Sicht von Mössingens Trainer Florian Seidel war wohl beim Stand von 24:22: Die Spvgg vergab zwei freie Würfe und damit die mögliche Vorentscheidung.
Florian Seidel (Trainer Spvgg Mössingen): „Egal, was da am Ende war – erstens müssen wir früher den Sack zumachen und zweitens hatten wir am Ende trotzdem noch alles in der Hand. Wir haben uns den Punktverlust selber zuzuschreiben. Den Punkt nimmt uns aber keiner mehr und damit müssen wir jetzt zufrieden sein. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.“