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In die Vereine hineinwachsen

Der Sportkreis umfasst mittlerweile rund 1600 Mitglieder / Wechsel an der Spitze

Nach elf Jahren trat Dieter Fischer zum diesjährigen Kreistag als Vorsitzender des Sportkreises Tübingen ab. Sein Nachfolger wurde der Mössinger Eberhard Heinz.

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Michael Sturm
Shakehands: Der scheidende Vorsitzende des Sportkreises Tübingen, Dieter Fischer (links), und sein ... Shakehands: Der scheidende Vorsitzende des Sportkreises Tübingen, Dieter Fischer (links), und sein Nachfolger Eberhard Heinz. Bild: Sturm

Tübingen. Der Sportkreis Tübingen hat einen neuen Vorsitzenden: Beim diesjährigen Kreistag im Tanz- und Rock’n’Roll-Zentrum Tübingen löste Eberhard Heinz aus Mössingen den Hirschauer Dieter Fischer ab. Besser gesagt: Beide tauschten die Position – Fischer bleibt im Vorstand und ist weiterhin für das Referat Schule/Verein zuständig. Die Geschäftsstelle des Sportkreises bleibt in Hirschau.

Gäste aus der Politik waren beim Sportkreistag reichlich vertreten: Die Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz (CDU), ihre Kollegen aus dem Landtag, Rita Haller-Haid (SPD) und Daniel Lede Abal (Grüne), Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landrat Joachim Walter, die Oberbürgermeister Stephan Neher (Rottenburg) und Michael Bulander (Mössingen), sowie Tübingens Erster Bürgermeister Michael Lucke versprachen dem Sportkreis Unterstützung. Die neue Landesregierung, so Rita-Haller-Haid, habe ihr zwar keinen Scheck mitgegeben, aber sie stehe zum Sport. Es würden weiter Gelder für das Ehrenamt und den Sportstättenbau bewilligt, man wolle jedoch auch neue Überlegungen anstellen, speziell zum Schulsport: „Wir rufen die Vereine zum Dialog auf“, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete.

Der von Rita Haller-Haid angesprochene Scheck werde noch in den Reihen der Ehrengäste gesucht, witzelte Regierungspräsident Strampfer. Er unterstrich die Bedeutung der Arbeit des Sportkreises und bezeichnete den Vereinssport als Lebenselixier für den ländlichen Raum und als Lebensschule für junge Menschen. Strampfer ehrte den scheidenden Sportkreisvorsitzenden Dieter Fischer mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für dessen 40 Jahre andauerndes Engagement für den Sport im Ehrenamt, weit über die Tätigkeit in seinem Heimatverein TSV Hirschau hinaus. Die hohe Wertschätzung für Fischers Arbeit strichen auch die folgenden Redner hervor.

Mit den Worten „wir haben bereits überwiesen“ strich Landrat Walter den Stellenwert des Sports im Kreis heraus: Bei der Bezuschussung des Sportkreises habe es überhaupt keine Diskussionen gegeben. Aktuell schieße der Landkreis jährlich 26 000 Euro zu. Tübingens Bürgermeister Lucke betonte, Vereine und die öffentliche Hand müssten künftig noch stärker kooperieren: Ohne ein Engagement der Vereine sei es nicht möglich, neue Sportstätten zu bauen und bestehende zu unterhalten.

Seit dem letzten Sportkreistag vor vier Jahren wuchs die Mitgliederzahl im Tübinger Sportkreis auf 1600 Mitglieder an. In seiner letzten Rede als Vorsitzender wies Dieter Fischer darauf hin, dass viele Vereine die Kooperationen mit den Schulen sehr ernst nehmen würden. Dennoch müsse dieser Bereich weiter ausgebaut werden.

Die Wahl von Eberhard Heinz zum neuen Vorsitzenden des Tübinger Sportkreises soll in erster Linie für Kontinuität sorgen. Heinz möchte dennoch neue Akzente setzen: So sorgte er dafür, dass der Kreisjugendtag (Vorsitzender Ralf Hagmann wurde im Amt bestätigt) vormittags am selben Ort tagte, damit eine Verbindung geschaffen wurde. In den letzten Jahren habe er sich vor allem mit der Computerisierung der Geschäftsstelle beschäftigt. Zukünftig möchte er das Thema Wahrnehmung angehen: „In der Vergangenheit haben immer wieder Leute gefragt, was der Sportkreis überhaupt ist. Da wollen wir etwas verändern.“ Man wolle die Präsenz in den Vereinen verbessern, um klarzustellen, dass man als Sportkreis – als Vertreter beim Württembergischen Landessportbund (WLSB) – dafür da sei, Hilfestellung zu geben.

Die nächste WLSB-Sitzung ist in sechs Wochen. Neben Heinz und Vorgänger Fischer werden Günter Hörmann, Ulrich Junginger und Brigitte Roll den Sportkreis Tübingen als Delegierte vertreten.

Eberhard Heinz in aller Kürze
Der neue Vorsitzende des Tübinger Sportkreises war Abiturient, als er der gerade gegründeten Badminton-Abteilung der Spvgg Mössingen beitrat. Nach wenigen Jahren als Spieler (meist im Doppel oder im Mixed), Trainer und Schiedsrichter übernahm Eberhard Heinz 1986 auch noch die Abteilungsleitung. 1995 wurde der heute 49 Jahre alte Mössinger Schriftführer und Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Sportvereinigung. Im selben Jahr rückte er als Verbandsvertreter in den Vorstand des Sportkreises. Hauptberuflich kümmert sich Heinz bei einem großen deutschen Autobauer um die Recherche und Analyse im Patent-Bereich.


07.02.2012 - 08:30 Uhr

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