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Basketball

Tigers wollen begeistern

Da haben selbst die Verantwortlichen der Tübinger Walter Tigers gestaunt: Über 200 Fans kamen gestern Abend zum öffentliche Training des Basketball-Erstligisten. Im Mittelpunkt des Interesses: der neue Star Aleksandar Nadjfeji.

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Thomas de Marco
Der neue Hoffnungsträger von Basketball-Erstligist Walter Tigers Tübingen: Aleksandar Nadjfeji. ... Der neue Hoffnungsträger von Basketball-Erstligist Walter Tigers Tübingen: Aleksandar Nadjfeji. Bild: Ulmer

Tübingen. Igor Perovic steht in der Uhlandhalle und wirkt wie eine Mischung aus Meistertrainer und Entertainer: Er stellt seine Spieler einzeln vor, bittet die Fans um Unterstützung in der kommenden Saison und schwärmt von seinem „großartigen Team“. Der 35-Jährige vermittelt überhaupt nicht den Eindruck, dass die Verantwortung nach dem Aufstieg vom Co-Trainer zum Chef-Coach schwer auf ihm laste.

„Der macht das gut“, sagt Manager Robert Wintermantel, der neben der Zuschauertribüne steht, „so gut wie alles, was er bisher bei uns angepackt hat.“ So war auch das öffentliche Training mit der Ansprache, die immer wieder vom Applaus der Fans begleitet wurde, die Idee von Perovic. Keine Frage, dem Mann macht der Job bei den Tigers viel Spaß.

Dazu trägt selbstverständlich die Verpflichtung von Aleksandar Nadjfeji bei. „Das ist ein extrem intelligenter Spieler“, lobt Perovic seinen serbischen Landsmann, den die Tübinger von Alba Berlin geholt haben und der gestern kurz vor dem Training in Tübingen eingetroffen ist. „Als Alba Berlin den langen Kenan Bajramovic verpflichtet hat, wusste ich, dass ich in Berlin keine Zukunft mehr habe“, sagt der 32-jährige Nadjfeji, den der Einfachheit halber alle Sascha nennen.

Weil aber seine drei Kinder Milos (12 Jahre), Nemanja (9) und Nemena (7) in die Schule müssen, war eine schnelle Lösung für ihn und seine Frau Marija notwendig. „Da ich Igor Perovic schon lange kenne, habe ich mich für Tübingen entschieden“, sagt der Power Forward, „das wird gut werden bei den Tigers. Ich werde mein bestes geben, um den jungen Tübinger Spielern helfen zu können.“

Aber der 2,02 Meter große Nadjfeji ist von der Länge her kein adäquater Ersatz für Center Rasko Katic (2,08 Meter), der nach Serbien gewechselt ist. „Wir werden mit einem kleineren Team einen anderen Basketball spielen“, sagt Wintermantel, „viele Gegner sollen mit unserer Schnelligkeit Probleme bekommen. Wir wollen modernen Basketball umsetzen und in Tübingen eine neue Begeisterung entfachen.“

Für die Größe des Teams haben die Tübinger außerdem den 2,05 Meter langen Center Jüfan Geiger zurückgeholt, der früher schon für die Tübinger in der Ersten Liga gespielt hatte. „Das ist eine tolle Sache für uns, dass er die Mannschaft auf der Centerposition verstärkt“, sagt Wintermantel.

Er hat ein gutes Gefühl, was den Kader der Tigers betrifft. „Das ist ein junges Team mit einem jungen Trainer und viel Potenzial“, erklärt der Manager, „diese Mannschaft wird zwar Fehler machen und darf das auch – aber Nadjfeji ist der Leitwolf, der viel von der Unerfahrenheit ausgleichen kann.

Sehr erfreut ist er über den Zuspruch der Fans. „Dass so viele gekommen sind, hätten wir nicht erwartet. Das gibt einem das Gefühl, dass wir in Tübingen doch auf große Akzeptanz stoßen“, sagt Wintermantel.

Viele Gegner

sollen mit unserer Schnelligkeit

Probleme bekommen.

Tigers-Manager

Robert Wintermantel

29.08.2009 - 08:30 Uhr

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