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Der neue Tigers-Center wiegt 129 Kilo und misst 2,11 Meter

Eine echte Kante unterm Korb

Das letzte Mosaikstein im Kader-Puzzle der Walter Tigers Tübingen wiegt schwer: Von der Universität Xavier kommt der 22-jährige Amerikaner Kenny Frease – mit 129 Kilo und 2,11 Meter eine echte Kante unterm Korb für den Erstligisten.

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hansjörg lösel

Tübingen. Frease hat bei den Walter Tigers einen Einjahresvertrag unterschrieben. In der Collegeliga NCAA kam der Center in der vergangenen Saison auf 10,2 Punkte, 6,1 Rebounds und 1,1 Blocks pro Partie für die Xavier Musketeers. Mit 137 absolvierten Partien in seiner Karriere hält Frease an seinem College den Rekord. „Was mich persönlich beeindruckt hat, ist die Art und Weise, wie sich Frease unter dem Korb anbietet.

Er macht das mit einer extremen Konsequenz“, sagt Tigers-Manager Robert Wintermantel, der als Ex-Profi weiß, was beim Kampf um Rebounds wichtig ist, „wir sind froh, mit ihm einen echten Brettcenter gefunden zu haben“. Mit 129 Kilogramm bringt Frease sogar noch zwei Kilo mehr auf die Waage als der Ulmer Koloss John Bryant.

Igor Perovic freut sich auf Center Kenny Frease: „Wir erhoffen uns sehr viel von ihm“, sagt der ... Igor Perovic freut sich auf Center Kenny Frease: „Wir erhoffen uns sehr viel von ihm“, sagt der Tigers-Coach. Archivbild: Metz

Im Sommer spielte der ehemalige Footballer und Baseballer Frease bei den NBA-Teams Minnesota und Cleveland vor, der Sprung in die beste Profiliga der Welt war dann doch eine Nummer zu groß. Dennoch ist auch Tigers-Trainer Igor Perovic überzeugt, dass der Amerikaner den Sprung zum Leistungsträger schafft. „Frease ist ein weiterer junger Spieler in unserem Team. Wir erhoffen uns sehr viel von ihm, er nutzt seinen Körper sowohl in der Offense wie in der Defense“, sagt der Coach in der Pressemitteilung des Vereins.

Frease wird sich die Spielzeit auf der Center-Position mit Robert Oehle (kam aus Gießen) teilen. Außerdem hatten die Tigers den A 2-Nationalspieler Johannes Lischka vom Lokalrivalen Ludwigsburg sowie Aufbauspieler Douglas Davis vom Princeton-College verpflichtet. An Bord bleiben Josh Young, Reggie Redding, Vaughn Duggins, Tyrone Nash, Ruben Spoden und Julian Albus. Den Verein verlassen haben neben Akeem Vargas (Göttingen) und Nico Simon (Bayreuth) Louis Campbell, Adnan Hodzic und Pavelas Cukinas. Am 13. August beginnen die Tübinger mit der Vorbereitung auf die Saison, die am 3. Oktober mit dem Heimspiel gegen Trier beginnt.

Tübinger Center-Stammbaum von Dietl über Katic bis Hodzic
Die Position unterm Korb ist im Basketball-Team eine Schlüsselstelle – in der Tübinger Erstliga-Geschichte finden sich deshalb illustre Namen im „Center-Stammbaum“: Der SV 03 gab 1992/93 sein Bundesliga-Debüt mit Sean Schiano, später kam Gerald Dietl dazu. Nach dem Wiederaufstieg der Wired Minds 2001 war Schiano erneut im Team, außerdem spielte der mittlerweile verstorbene Mantia Callender für Tübingen. Die Walter Tigers kamen 2004 mit Ex-Nationalspieler Tim Nees und Andreas Hornig zurück ins Oberhaus. 2005 verpflichteten die Tigers Rasko Katic, der sich in Tübingen zum All Star entwickelte und mit 1726 Punkten und 1005 Rebounds in 131 Erstliga-Spielen die interne Vereins-Rangliste anführt. 2009 wechselte Katic zu Roter Stern Belgrad, die Tigers improvisierten ohne echten Center mit Kenny Williams und Aleksandar Nadjfeji. Mit 2,15 Metern war 2010/11 der Russe Anatoli Kashirov der längste Tübinger Erstliga-Spieler. In der vergangenen Saison teilten sich Adnan Hodzic und Pavelas Cukinas die Center-Rolle.


04.08.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 04.08.2012 - 08:44 Uhr

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