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Reutlingen

Sigmar Gabriel macht IG-Metall-Basis fassungslos

Reutlingen. Die IG Metall fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit, damit Stammbelegschaften nicht gegen Leiharbeiter ausgespielt werden können. Offenbar gibt es dazu in der Gewerkschaft unterschiedliche Vorstellungen.

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Am Donnerstag vermittelte SPD-Chef Sigmar Gabriel beim Besuch der Verwaltungsstelle diesen Eindruck, als er über seine Erfahrungen mit dem Hartz-IV-Vermittlungsausschuss sprach und damit die Reutlinger IG-Metall-Sekretäre, aber auch die rund 50 eingeladenen Betriebsräte fassungslos machte.

Man habe sich im Vermittlungsausschuss nicht durchsetzen können, berichtete Gabriel – was auch zu erwarten war. Nicht aber dies: „Wir haben die Positionen mit Verdi, DGB und IG Metall abgestimmt und wollten wissen, wo die absolute Obergrenze ist.“

Am Ende sei er bereit gewesen mit Verdi-Chef Frank Bsirske gleichen Lohn nach sechs Monaten zu fordern – bis ihn ein Anruf der IG Metall erreicht habe, neun Monaten, also der FDP-Position, zuzustimmen, um überhaupt eine Regelung zu erhalten.

„Das wollte ich schriftlich haben, und ich habe es bekommen“, so Gabriel am Donnerstag. „Aber bevor ich neun Monate mache, habe ich es platzen lassen.“ Fakt ist nun allerdings: Bis auf weiteres gibt es für Leiharbeiter nur Mindestlohn.

bus

12.03.2011 - 10:47 Uhr | geändert: 15.03.2011 - 11:26 Uhr

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