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Kimme, Korn, Konfusion

Nix geht im Schießen

Den Auftakt verpatzt, drei Finals verpasst. Die deutschen Schützen leisteten sich zum Olympia-Start viele Fehler - wie die Luftgewehr-Frauen.

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DPA

London Die deutschen Schützen haben sich zum Auftakt der Olympia-Wettbewerbe auf den königlichen Artillerie-Kasernen zu viele Fehler geleistet. Die Weltspitze scheint beim Höhepunkt enteilt zu sein, denn bislang sprang in den vier Entscheidungen nur eine Finalteilnahme heraus. Diese erreichte die dreimalige Weltmeisterin Christine Wenzel aus Ibbenbüren. Doch im Finale patzte auch sie viermal und musste gestern mit 89 Scheiben Platz sechs akzeptieren.

Artikelbild: Nix geht im Schießen Einpacken und Schluss: Skeet-Weltmeisterin Christine Wenzel. Foto: dpa

"Dieser Schießstand lässt sich unheimlich schwierig schießen, hier muss man alles auf dem Schirm haben", meinte Wenzel, die um den Druck der ersten Medaille wusste. "Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen, ich habe zwei Augen, zwei Ohren, das bekommt man schon mit. Es ist halt Olympia. Ich habe trotz der Fehler immer nach vorn geschaut, ein Fisch schwimmt auch nicht rückwärts", meinte sie kess.

Der Fehlstart der Schützen begann aber schon in der Auftaktdisziplin Luftgewehr. Dort verbuchten die deutschen Frauen das schlechteste Abschneiden seit der ersten Austragung der Disziplin im Olympia-Programm 1984. Jessica Mager aus Solingen kam mit 394 Ringen auf Platz 20, Beate Gauß aus Ammerbuch mit 392 Ringen gar nur auf Rang 32 (siehe Zusatzgeschichte). Beide lieferten ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt ihr international schlechtestes Ergebnis ab.

Der Deutsche Schützenbund (DSB) hatte diesmal extra auf einen Doppelstart von Europameisterin Sonja Pfeilschifter verzichtet, die in Sydney, Athen und Peking jedes Mal den Auftakt verhauen hatte. Doch von den deutschen Luftgewehr-Damen war sie in dieser Saison die stabilste Starterin und hatte den vor-olympischen Wettkampf in London im April gewonnen.

Auch die Luftpistolenschützinnen Munkhbayar Dorjsuren aus München und Claudia Verdicchio-Krause aus Buchheim verpassten am Sonntag wie schon am Vortag Florian Schmidt als 25. mit 575 Ringen das Finale.

30.07.2012 - 08:30 Uhr

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