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Tübingen

Gedenken an Pogromnacht

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten Tübinger Bürger die Synagoge in der Gartenstraße nieder. Mehrere Gedenkveranstaltungen erinnern daran.

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Tübingen. In der reichsweiten Pogromnacht wurde nicht nur die Synagoge der jüdischen Gemeinde zerstört, es wurden auch fünf hiesige Juden verhaftet und vier von ihnen in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Oberbürgermeister Boris Palmer wird in einem kurzen Redebeitrag am Dienstag, 9. November, am Synagogenplatz an das Geschehen erinnern. Die öffentliche Gedenkveranstaltung beginnt um 18 Uhr und wird von der Geschichtswerkstatt Tübingen, dem Jüdischen Verein Bestand Shalom, dem Jugendgemeinderat und dem Tübinger Kulturamt gestaltet.

Um 19 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen zu einer ökumenischen Feier ein. Wolfgang Jellinek (Violine) und Horst Allgaier (Orgel) spielen Musik jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts. „Gott, wo bist Du?“ ist das Thema eines Abends mit jiddischen Liedern und Katharina Müther, zu dem das Zimmertheater um 20 Uhr in seine Räume in der Bursagasse 16 einlädt. Die Freiburger Künstlerin singt und spielt Lieder aus den Ghettos von Wilna und Kaunas.

08.11.2010 - 08:30 Uhr

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