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Massenunfall auf der B 30

Drei Menschen sterben in der Silvesternacht

Vermutlich war es plötzlich auftretender Nebel, der zu dem Unfall auf der B 30 südlich von Ulm geführt hat. In der Silvesternacht wurden bei der Massenkarambolage drei Menschen getötet und 13 verletzt.

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CAROLIN STÜWE

Ulm "Man konnte keine zehn Meter weit sehen, als wir an den Anfang der Unfallstelle kamen, ein Fahrzeug brannte, aber das ganze Ausmaß war im ersten Augenblick noch gar nicht ersichtlich, so schnell verdichtete sich der Nebel." So beschreibt Manfred Wölfl, der Einsatzleiter der Ulmer Feuerwehr, die ersten Eindrücke des schweren Unfalls am Neujahrsmorgen, der die Ulmer Region erschüttert hat.

Artikelbild: Drei Menschen sterben in der Silvesternacht Nach dem nächtlichen Unfall auf der B 30 bei Ulm wurden gestern Spuren gesichert. Bis kurz vor halb vier am Nachmittag blieb die Straße gesperrt. Noch ist die Ursache nicht geklärt, vermutlich herrschte zum Unfallzeitpunkt dichter Nebel. Foto: dpa

Bei der Massenkarambolage mit zwölf beteiligten Autos auf der Bundesstraße 30 in Höhe des Ulmer Teilorts Gögglingen starben drei Menschen: ein Ehepaar aus Ulm, beide 80 Jahre alt, das gemeinsam in einem Opel unterwegs war, außerdem ein 20-jähriger Mann aus dem Kreis Biberach, der Mitfahrer in einem Citroen war. Drei Personen aus dem Landkreis Biberach wurden bei dem Unfall schwer verletzt: eine 18-jährige Opelfahrerin sowie ein 31-jähriger Renaultfahrer und dessen 29-jähriger Beifahrer. Sie wurden in Ulmer Kliniken gebracht.

Weitere 13 Personen fuhr ein Spezialbus der Ulmer Feuerwehr ins Krankenhaus. Zehn von ihnen waren leicht verletzt, drei kamen unverletzt davon, wie sich in der Klinik herausstellte. Die Feuerwehr hatte an der Unfallstelle ein beheiztes Notzelt aufgebaut, in dem auch unter Schock stehende Betroffene von Notfallseelsorgern betreut wurden.

An der Massenkarambolage waren Autos aus Ulm, dem Ostalbkreis sowie den Landkreisen Biberach, Neu-Ulm, Günzburg und Sigmaringen beteiligt. Nach einer ersten Schätzung summieren sich die Sachschäden auf rund 250 000 Euro.

Wie die Feuerwehr vermutet auch die Polizei, dass eine plötzlich auftretende Nebelwand die Ursache gewesen sein kann, dass die zwölf Autos, alle aus Richtung Biberach, nach der Anschlussstelle Ulm-Donaustetten aufeinanderfuhren. Nach dem Zusammenprall der ersten Wagen gegen 1.15 Uhr waren noch Insassen ausgestiegen, nachfolgende Autofahrer erkannten die Unfallstelle zu spät, schlussfolgert ein Ulmer Polizist. Nach Angaben des Feuerwehreinsatzleiters Wölfl war die Fahrbahn jedoch trotz des schlagartig einsetzenden Nebels trocken gewesen. Seiner Einschätzung nach hatte man zum Unfallzeitpunkt aufgrund der Sichtverhältnisse höchstens 30 Kilometer pro Stunde fahren können. Wie schnell die Unfallbeteiligten gefahren sind, müssen die Auswertungen der Bremsspuren noch ergeben.

Die Komplettsperrung der vierspurig ausgebauten B 30 an diesem Abschnitt nach der Anschlussstelle Donaustetten dauerte bis gestern Nachmittag an. Um kurz vor halb vier meldete die Polizei das Aufheben der Sperrung. Polizei und die Straßenmeisterei hatten eine Umleitung eingerichtet.

Ein Sachverständiger, den die Staatsanwaltschaft Ulm beauftragt hatte, unterstützte die Polizisten gestern bei der Spurenaufnahme und Ermittlung des Unfallhergangs an dieser mehrere hundert Meter langen Unfallstelle. Am Vormittag war zudem ein Polizeihubschrauber für Luftaufnahmen im Einsatz. Nach der Spurensicherung konnte am frühen Nachmittag mit der Bergung der Unfallfahrzeuge begonnen werden.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

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