Die 6c des Uhland-Gymnasiums warf im LTT einen Blick hinter die Kulissen
Die Klasse 6c des Uhland-Gymnasiums (UG) besuchte das Landestheater LTT, um das Stück „Ensel und Krete“ anzuschauen und sich anschließend in die Welt Zamoniens entführen zu lassen.
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Tübingen. „So, hier ist der Maskenraum,“ sagte Volker Schubert, der Theaterpädagoge des LTT. Der Raum war mit vielen Kisten besteckt und an jeder Wand waren viele Tiermasken. In der hinteren Ecke saß eine Frau vor einem Spiegel und ließ sich von ihrer Mitarbeiterin die Haare hochstecken. „Ah, schaut mal, das ist Krete“, erklärte der Pädagoge. Krete war noch nicht geschminkt und sah noch ganz natürlich aus.
Nach ein paar Fragen an Krete gingen wir in Richtung Schneiderei weiter. Dort angekommen erwartete uns eine Frau und erzählte uns ein wenig über ihre Arbeit am LTT. Die Kostüme für die Theaterstücke werden meist selbst in der Schneiderei hergestellt. Hier waren auch viele Kisten und aus einigen ragten auch Kostüme heraus. Die Kostüme „unseres Theaterstücks“ durften wir sehen, und dabei erfuhren wir auch, wie der spannende Trick mit der Hose und dem Stollentroll funktioniert.
Ein wenig später durften wir die Bühne von Ensel und Krete sehen. Verschiedene Sachen waren hier: schwarze Pilze, Laubhände und sogar nachgemachte Himbeeren. Fünf Minuten später gingen wir in den Vorraum hinter der Bühne. Das war mein Lieblingsraum. Alles war hier: Kostüme, Schminktisch, Umkleide und sogar ein Fernseher.
Schließlich gelangten wir wieder in das Atrium. „Seid ihr die Klasse 6c, die bei uns am LTT eine Führung macht?“, fragte eine Frau, die uns entgegen kam. „Ja!“, riefen wir im Chor. „Gut, dann erzähle ich euch jetzt etwas über das Stück ‚Ensel und Krete‘, das ihr euch nachher anschauen werdet. Ach, übrigens, ich heiße Frau Schmid und bin Dramaturgin.“
Sie erzählte uns die Geschichte: „Ensel und Krete leben in Zamonien. Sie sind Fernhachenkinder. Als die Ferien in ihrem Land angefangen haben, will Ensel in den großen Wald gehen und ihn erforschen. Natürlich geht Krete mit und zusammen erleben sie viele Abenteuer in den 136 Minuten des Theaterstücks. Zum Beispiel treffen sie die unsterblichen, witzigen Sternenstauner, einen rätselhaften Stollentroll, der Ensel und Krete verwirren will, und zu guter Letzt werden sie auch noch von der Waldspinnenhexe in eine Falle gelockt. Walter Moers hat das Buch geschrieben und wir im LTT haben die erste Theaterfassung daraus gemacht.“
Nach diesem langen Intro von Schmid durften wir endlich in den großen Saal und uns auf unsere Plätze für das Theaterstück niederlassen. Das Bühnenbild war fantastisch. Die Perspektive war nach hinten verengt und im hinteren Teil wurde mit Puppen gespielt. Vorne jedoch waren es richtige Schauspieler. Die Gags waren lustig und das Publikum fand die Tricks aufregend. Leider ist das Stück eher für jüngere Kinder ab acht Jahren gedacht.
Mit dem hin und wieder plötzlichen Auftauchen des Hildegunst von Mythenmetz, der, wann immer er wollte, von dem Stück abschweifen und über Dinge, die nicht zum Stück passten, reden konnte, zog er die Spannung des Stückes weg und verwandelte die Spannung in Langeweile. Ich empfehle das Stück für Kinder ab acht Jahren und wünsche mir, dass viele Leute hingehen. Die Schauspieler konnten sich sehr gut in die Rollen reinversetzen und insgesamt war der Besuch am LTT ein aufregendes Event.