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Ascona machen Gitarrenpop der schönen Sorte und wollen hoch hinaus

Band mit Ambitionen

REUTLINGEN (job). Sie sind erst seit relativ kurzer Zeit zusammen, verstehen sich aber musikalisch so gut, dass sie schon die zweite Cd gemacht haben: Ascona muss ein gnädiges Schicksal zusammengeführt haben. Und das soll die Welt auch wissen.

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Es gibt Bands, die wunderbare Musik machen, die den ganzen Müll aus den Charts fegen könnten und viele Menschen glücklich machen. Wenn, ja wenn sie nur mal ihren Proberaum, dieses Musiker-Refugium vor der ignoranten Welt da draußen, verlassen würden.
Ascona aus Reutlingen haben das glücklicherweise verstanden, und deshalb drängt es sie raus aus dem städtischen Musiker-Bunker in der ehemaligen Ypern-Kaserne.Sie sind eine Band mit Ambitionen: „Wir wollen mehr erreichen, als nur eine Lokalband zu sein“, sagt Sänger und Gitarrist Ronald Russat.
Eine klare Ansage. Und deshalb spielen Ascona so oft wie möglich, zwei-, dreimal im Monat (manchmal unterstützt von einer geheimnisvollen Combo mit dem programmatischen Namen „Siffcowboys“). Hinter der Konzert-Wut steht natürlich noch der eine, alte Grund, der Bands weltweit auf die Bühne treibt: „Live-Spielen und viel herumkommen, das macht einfach Spaß“, so Florian Schönbeck, Drummer und Texter bei Ascona.
Und dann natürlich proben, proben, proben. Dreimal die Woche ist der Keller Treffpunkt und Band-Zukunfts-Schmiede. Auch ein Grund, warum ihr Sound, irgendwo zwischen Gitarren-Rock und Gitarren-Pop, so rund klingt. Mal weich und warm, mal melancholisch süß, ab und zu ein echter Wachmacher für‘s Publikum: Ein seit langem gewachsener Sound, so der Eindruck. Gitarrist Till Letsche hat auch eine Erklärung dafür: „Steven (Todd) ist einfach ein scheiß-guter Bassist.“
Dabei gibt es Ascona gerademal seit 2003. In der derzeitigen Besetzung spielen sie erst seit dem Frühjahr dieses Jahres zusammen. Da war ihr letzter Gitarrist, Andreas Warth, mit dem sie ihre erste Cd „For your eyes only“ aufgenommen hatten, krankheitsbedingt ausgeschieden. Till, der beim Debut-Album als Cellist dabei war, wurde per E-Mail im Surf-Urlaub angeworben und rückte kurz entschlossen nach. „Das war einfach Glück, ihn zu finden“, freut sich Ronald.
Auch wenn es der Name vermuten lässt, Ascona sind keine Retro-Opel-Fetischisten: „Der Name klingt einfach gut“, sagt Flo. Vor kurzem hat die Band eine EP mit fünf Songs auf Cd herausgebracht: „The perfect spark“ heißt sie und kann über die Homepage (www.ascona-music.de) , im Tübinger Rimpo oder im Reutlinger Plattenlädle geordert werden.
Durch Flos Job im Plattenlädle und der zufälligen Begegnung mit Joachim Kaletka von „Meyers Konzert Produktionen“ kamen Ascona auch an den nächsten Gig: Am morgigen Donnerstag spielen sie um 21 Uhr im Tübinger Depot – als Vorband der „Top old Boys“ von Superpunk aus Hamburg. So haben die Reutlinger zumindest schon mal auf der Bühne Kontakt zur wirklichen Großstadt.
Den Song "Smell" gibt's zum herunterladen als mp3 der Woche.

24.11.2004 - 08:30 Uhr | geändert: 10.08.2009 - 20:07 Uhr

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