Albert-Schweitzer-Realschüler interviewen KSK-Chef Christoph Gögler
Der KSK-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Gögler steht neugierigen Siebtklässlern Rede und Antwort zu Beruf und Privatleben.
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Tübingen. „Vielleicht mach’ ich jetzt doch eine Banklehre.“ Maxi will seine Entscheidung, später beim TAGBLATT zu arbeiten, nochmal überdenken. Der „Neue im Carré“ hat ihn stark beeindruckt. Aber nicht nur ihn. „Der ist ja ganz normal und voll sympathisch.“ Seline bringt es auf den Punkt.
Mit 13 wollte der junge Christoph Gögler noch Astronom werden. Fasziniert vom Universum, bereitete er sich intensiv auf seinen künftigen Beruf vor. Zeit zum Studieren hatte er, denn häufige Mandelentzündungen zwangen ihn, das Bett zu hüten. Sogar ein Fernrohr hatte er sich gekauft. Doch dann brachte ihn eine Wissenschaftssendung zur Erde zurück: Nur ein Prozent seiner Arbeitszeit darf ein Astronom in die Sterne gucken? Da handelt Gögler doch lieber mit astronomischen Zahlen.
Seine Berufswahl hat er nie bereut. Zahlen und der Wirtschaftsteil von Zeitungen haben ihn immer interessiert. Dass er später mal in einer Bank arbeiten würde, zeichnete sich bereits im Studium ab. Aber eine kleine sollte es sein, eine feine, eben so eine wie die Kreissparkasse.
Seinen Job vergleicht er mit dem eines Kapitäns. Nur ist das Schiff kein gemächlich vor sich hin tuckernder Dampfer, sondern eher ein sportliches Regattaschiff mit harter Konkurrenz im Nacken. Nicht ohne Stolz berichtet Gögler, dass anonyme Testkäufer von „Fokus Money“ im August 2010 die Kreissparkasse als beste Bank Tübingens bewerteten.
Überhaupt ist die Geschichte der Kreissparkasse eine Geschichte des Erfolgs. Selbst im Krisenjahr konnte die Bank ordentlich zulegen. Christoph Gögler führt das auf zwei bewährte Prinzipien zurück: „Mit Augenmaß handeln und die Risiken kleinhalten. Was die Oma ein Leben lang angespart hat, kann ich doch nicht verzocken.“
Und was macht ein erfolgreicher Vorstandsvorsitzender, wenn er nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt? „Das Licht an“, scherzt Gögler, „und dann wird die Krawatte gelockert.“ Noch mehr Entspannung findet der Privatmensch Gögler beim Joggen und Schwimmen. Im Sommer mit Vorliebe im warmen Süden. Und wie es sich für einen Schwaben gehört, ist sein Lieblingsessen Linsen mit Spätzle. Oder ist Christoph Gögler „nur“ ein Reigschmeckter? Das muss beim nächsten Interview unbedingt geklärt werden.