50 Pferde, zehn Kühe und zehn Hühner unter einem Dach
Als die Lerngruppe 5.1 der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen bei der Pferderanch „Butzenhof“ ankommt, brechen sofort alle Schüler in helle Aufregung aus.
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Mössingen. Im Hof liegt eine Kuh – tot. „Sie hat sich letzte Nacht erwürgt, nachdem sie sich beim Drehen an ihrer Kette verstrickt hat“, erklärt uns Nadine Ströbele, Besitzerin dreier Pferde und Mitarbeiterin, die uns durch die Ranch führt. Uns überkommt ein Schauer.
Von der Tribüne der Reithalle aus übersieht man die ganze Halle. Alles ist staubig, sogar die Luft. Sand auf dem Hallenboden: Wisst ihr, wofür? Damit die Pferde nicht ausrutschen. Vielleicht auch, damit die Reiter weicher fallen, so was soll ja auch mal vorkommen!
Schon beim Betreten des Pferdestalles werden wir von einem ohrenbetäubenden Schlag erschreckt: Gleich links steht der Hufschmied, der einem Pferd die Hufeisen erneuert. Wie wir von ihm erfahren, geschieht das alle sechs Wochen.
Hinten im Stall lagern riesige Heuballen: Die 50 Pferde, die auf der „Grace-Valley-Ranch“ in Bästenhardt in Pflege leben, brauchen in einem Monat etwa 750 Heuballen. Dem Drängeln und Bitten einiger Kinder kann Nadine Ströbele nicht lange widerstehen und so dürfen wir ihre drei Pferde striegeln und ihre Boxen ausmisten. Währenddessen üben welche das Springen von den Heuballen in die Tiefe.
Wir erfahren, was Western-Reiten ist, wie viele Kosten das Hobby „Pferd“ mit sich bringt, dass ganz schön viel Arbeit für die Pflege nötig ist. Fragen, Fragen, Fragen, wir hatten uns nämlich gut vorbereitet auf das Treffen und Nadine Ströbele antwortet geduldig, ausführlich und verständlich.
Vom Pferdestall geht’s direkt weiter in den Kuhstall. Es riecht nach Mist – Puuuuh! Im Hühnerstall erkennen wir ein schwarzes Huhn mit weißen Punkten und einer unserer Spezialisten erklärt: „Das ist ein Perlhuhn. Das habe ich in einem Dokumentationsfilm im Fernsehen gesehen.“
Die Traktoren wecken die Begeisterung der Technik-Freaks unter uns: „Dürfen wir da rauf?“, fragt einer der Mutigen. „Ja“, und schon beginnt eine Rangelei, wer zuerst raufklettern darf, die Instrumente wie den Tacho und die anderen Anzeigen und die vielen Hebel bestaunen, anfassen und kommentieren darf. Der Sitz ist witzig, da er immer hoch und runter wippt, während wir uns daraufsetzen. Er hat wohl eine ziemlich starke Federung.