Schwellenländer wie China und Brasilien sind die Hoffnungsträger der Exportwirtschaft. Als Konjunkturbremse im Inland erweist sich derweil die Kälte.
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Anton Börner ist Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA).
Kiel/Berlin Der strenge Winter lässt auch die Konjunktur unter null sinken. Für das weitere Jahr jedoch zeigen sich die Wirtschaftsforscher zuversichtlich. Die für Deutschland wichtige Exportbranche rechnet trotz eines Dämpfers zu Jahresbeginn mit einem recht kräftigen Wachstum.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagte für das erste Quartal ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) voraus. Wegen der Kälte hätten vor allem Bauunternehmen und Einzelhändler Verluste gemacht. In den Folgequartalen soll die Wirtschaft aber aufholen, so dass es insgesamt bei einem Wachstum von 1,2 Prozent bleiben werde, erklärten die Forscher in Kiel. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte nach ihrer Einschätzung in diesem Jahr weniger als befürchtet steigen, 2011 sogar ein sinken.
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) erwartet für das laufende Jahr sogar ein Wirtschaftswachstum von insgesamt 3 Prozent. Die Exporte sollen dabei um 9 Prozent zulegen, und das trotz des verhaltenen Jahresauftakts mit nur 0,2 Prozent Zuwachs im Januar. Die Importe sollen im Gesamtjahr um 7 Prozent steigen, sagte BGA-Präsident Anton Börner.
Präsident Anton Börner begründete seine optimistische Prognose neben den Aufwärtssignalen aus dem Außenhandel (plus 0,7 Prozent) mit Effekten aus den Konjunkturpaketen (plus 0,7 Prozent) und dem "Bereich Steuerentlastung" (plus 0,5 Prozent) sowie einem statistischen Nachholeffekt (1 Prozent). Nach Einschätzung Börners löst sich die "Schockstarre im Welthandel" langsam. "Insbesondere die führenden Schwellenländer wie China und Brasilien, aber auch die Vereinigten Staaten, entfalten wieder eine höhere Wachstumsdynamik." Als dynamischsten Wachstumsmarkt für den deutschen Export sehe er 2010 China. apn