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Ein Angriffssignal aus Ingolstadt

Audi feiert die Weltpremiere des A7 Sportback

Ausgerechnet in der BMW-Metropole München hat Konkurrent Audi ein klares Angriffssignal gesetzt. In der Pinakothek der Moderne fand die Weltpremiere des A7 statt: Ein wuchtiger, dynamischer Auftritt.

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THOMAS GRUBER
Artikelbild: Audi feiert die Weltpremiere des A7 Sportback

München Audi zählt in diesem Jahr bislang eindeutig zu den Siegern in der Automobil-Branche. Im ersten Halbjahr verkauften die Ingolstädter 540 000 Fahrzeuge, das sind 19 Prozent mehr als noch im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Auch dank des neu vorgestellten A7 Sportback peilt Audi bis zum Jahresende an, locker die 1 Millionen-Grenze an verkauften Fahrzeugen zu knacken. Damit könnte gar das Rekordjahr 2008 übertrumpft werden. Was die erhofften Absatzzahlen des A7 anbelangt, so wollte der Autobauer im Zeichen der vier Ringe aber vorsichtshalber keine Angaben machen.

Es verwundert kaum, dass die Ingolstädter derzeit ordentlich Rückenwind verspüren. Selbstbewusst greift Audi die Premium-Hersteller-Konkurrenten wie BMW, Mercedes oder Porsche an, der A7 Sportback soll bis zur Neuauflage des A6 ein wichtiger Punktsieger werden.

Die Veranlagungen dazu hat das fast fünf Meter lange Coupé auf alle Fälle. Der Basispreis von vergleichsweise geringen 51 650 Euro ist in diesem Segment schon mal ein Ausrufezeichen.

Höhepunkte der sportlichen Coupé-Limousine sind sicher die Motorisierungen: Vier Sechszylinder (zwei Benziner und zwei Diesel) mit Leistungen zwischen 150 kW (204 PS) und 220 kW (300 PS) stehen zur Verfügung, wobei der 3.0 TDI der Star der Palette ist, da der Verbrauch laut Hersteller nur bei 5,3 Litern Diesel pro 100 km liegen soll und der CO2-Wert auf 139 g/km gesenkt werden konnte.

Das sind fast schon revolutionäre Vorgaben, bei denen die Motorenbauer-Konkurrenz hellhörig wird. Diese Optimierung bei Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit wurde unter anderem erreicht durch eine Gewichtsreduzierung um rund 15 Prozent zu vergleichbaren Limousinen und durch eine serienmäßig eingebaute Start-Stopp-Funktion. Was das Design des A7 angeht, so können beim Heck zumindest von der Seitenansicht Ähnlichkeiten mit dem Porsche Panamera nicht geleugnet werden. Auch wenn Audi behauptet, eine Marktnische gefunden zu haben, Porsche wird die Marktentwicklung des Konkurrenten ebenso mit Argusaugen beobachten wie Mercedes, schließlich bedienen die Untertürkheimer mit dem CLS ebenso die vermeintlichen A7-Kunden.

28.07.2010 - 08:30 Uhr
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